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Dieses Netzwerk beschäftigt sich mit dem sensiblen Thema sexualisierte Gewalt. Zu eurem Schutz lassen wir BeNe durch eine Moderation begleiten. Dies kann leider nicht 24/7 geleistet werden.

 

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AG BeNe

Die Methode BeFo

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Die Unbestechlichen
(@dieunbestechlichen)
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Kleiner Reminder!

Genau HEUTE vor einem Monat haben wir hier auf BeNe eine Liste mit Fragen zum Thema Gaststatus an das Befo veröffentlicht, verbunden mit der ausdrücklichen Bitte um Beantwortung.

Zur Erinnerung: Dieselben Fragen wurden dem Befo sowie den einzelnen Betroffenenvertretern ebenfalls am 13.03.2026 direkt per E-Mail zugestellt. Erst am 22.03.2026 – und auch erst nach nochmaliger Aufforderung – erhielten wir lediglich zwei knappe Eingangsbestätigungen. Seitdem herrscht Funkstille.

Wir erwarten nun zeitnah eine inhaltliche Rückmeldung auf unsere berechtigten und sachlich formulierten Fragen; im Interesse aller Betroffenen!

Wir bitten daher um eine verbindliche Beantwortung bis spätestens 15.04.26.


 
Veröffentlicht : 11.04.2026 7:49
Steppenwolf hat reagiert
(@rainer-zufall)
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Wie der Zufall es will habe ich einen öffentlichen Beitrag des Sprechers (im Ruhemodus) der Gruppe der Betroffenen im Befo auf FB gesehen, den er nach Ostern gepostet hat:

Zitat:

"Ostern 2026 ist vorbei. Hoffnung wurde rauf und runter gepredigt. Ich habe gesehen, wie leicht es fällt, über Licht zu sprechen und gleichzeitig das eigene Dunkel auszublenden. Dort wo Verantwortung liegt, bleibt es still. Keine klaren Worte. Keine Konsequenzen. Das ist kein Versehen. Das ist System. Wer so handelt, verliert nicht nur mehr an Glaubwürdigkeit und immer mehr Menschen treten aus der Kirche aus. Das ist eine moralische Bankrotterklärung." Zitat Ende

Meine Meinung dazu: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Ein Nachgedanke zu Ostern 2026

Ostern 2026 ist vorbei. Es wurde viel über Hoffnung gesprochen und die Kirche lautstark für ihr Schweigen kritisiert.

Doch ich habe auch gesehen (gelesen), wie leicht es fällt, das Licht von anderen einzufordern und dabei das eigene Dunkel zu übersehen. Während die Kirche für ihre mangelnde Kommunikation angeklagt wird, bleiben die konkreten Fragen von uns Betroffenen an unsere eigene Vertretung oft ebenso unbeantwortet (Stand heute!).

Dort, wo direkte Verantwortung für den Dialog liegen sollte, bleibt es seltsam still.

  • Keine klaren Antworten auf unsere Fragen.

  • Keine greifbaren Stellungnahmen.

  • Keine Transparenz

Wenn das Schweigen, das man bei der Institution anprangert, in den eigenen Reihen fortgesetzt wird, droht dies zu einem System der Enttäuschung zu werden. Wer die mangelnde Glaubwürdigkeit der Kirche beklagt, muss selbst durch Verlässlichkeit und Transparenz überzeugen.

Es reicht nicht, die moralische Bankrotterklärung der anderen (der Kirche) festzustellen. Man muss den Dialog und die Transparenz selbst vorleben, um glaubwürdig zu sein. Wer jedoch so handelt, verliert jegliche Glaubwürdigkeit als Interessenvertreter*in und verliert zudem (auf Dauer) das Vertrauen derer, die er gegenüber der Kirche vertritt.

Traurig aber wahr!


 
Veröffentlicht : 11.04.2026 9:11
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Die Unbestechlichen
(@dieunbestechlichen)
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Einladung zum Dialog oder administratives Ghosting? Das Befo und die Mauer des Schweigens

Ein Kommentar zur aktuellen Kommunikationsverweigerung des Beteiligungsforum Sexualisierte Gewalt (Befo) der EKD

Wer die Webseite(n) des Befo/der Gruppe der Betroffenen im Befo besucht, liest hoffnungsvolle Worte: „Teilen Sie uns Ihre Bedürfnisse mit, sprechen Sie mit uns über Missstände, aber auch über Fortschritte in der Betroffenenarbeit, stellen Sie Fragen, weisen Sie auf bislang blinde Flecken hin. Wir freuen uns über Ihren Kontakt, damit wir die Anliegen Betroffener in aller Vielfalt erfassen und in der Evangelischen Kirche vertreten können.“

Außenstehende werden also ausdrücklich dazu eingeladen, Fragen zu stellen, Kritik zu äußern und den Dialog zu suchen. Doch die Realität für uns, eine Gruppe von Betroffenen (Die Unbestechlichen), die genau das getan hat, sieht düster aus. Was wir erleben, ist kein „Prüfungsprozess“, sondern schlichtweg administratives Ghosting.

10 Fragen – Null Antworten (Stand heute!)

Um die Strukturen und das Verfahren rund um den Gaststatus im Befo zu klären, wurde von uns vor über 4 Wochen ein Katalog von 10 sachlichen Fragen eingereicht. Diese Fragen wurden nicht im Hinterzimmer gestellt, sondern transparent auf BeNe veröffentlicht und parallel per E-Mail an das Gremium sowie die interne Betroffenengruppe versandt.

Die Bilanz dieses Versuchs ist (unserer Meinung nach!) ein Offenbarungseid für das Beteiligungsforum Sexualisierte Gewalt in der EKD:

  • Keine Reaktion auf BeNe: Die Plattform für Vernetzung wurde vom Befo-Gremium zur Einbahnstraße erklärt.
  • Ghosting per E-Mail: Reaktionen gab es erst nach massiver Aufforderung – und auch dann nur als formale Eingangsbestätigung.
  • Fristen als Farce: Sachlich gesetzte Fristen wurden nicht etwa unter Angabe von Gründen verlängert – sie wurden schlicht ignoriert.

Wenn Betroffene andere Betroffene ignorieren

Besonders befremdlich wirkt das Schweigen der Gruppe der Betroffenen innerhalb des Befo. Hier findet eine gefährliche Entkoppelung statt: Wer im Gremium sitzt, scheint den Kontakt zur Basis verloren zu haben. Wenn sachliche Fragen von Betroffenen an Betroffene wie lästige Verwaltungsakte behandelt werden, die man „aussitzen“ kann, ist das ein Schlag ins Gesicht für alle, die auf echte Partizipation hoffen.

Die Strategie des Schweigens

Ghosting ist in diesem Kontext eine Machtdemonstration. Wer schweigt, entzieht sich der Rechenschaftspflicht. Wer Fragen zum Gaststatus ignoriert, schützt keine sensiblen Daten, sondern zementiert intransparente Strukturen. Dieses Verhalten ist nicht nur unprofessionell, es ist im Kontext der Missbrauchsaufarbeitung hochgradig destruktiv. Es wiederholt das Muster der Ohnmacht: „Wir entscheiden, ob und wann wir euch wahrnehmen.“

Fazit: Glaubwürdigkeit am Nullpunkt

Ein Gremium, das den Dialog plakativ bewirbt, aber bei konkreten strukturellen Fragen abtaucht, betreibt Etikettenschwindel. Das Befo und insbesondere die Gruppe der Betroffenenvertreter*innen müssen sich fragen lassen:

  • Dient das Schweigen dem Schutz der eigenen Institution, des Gremiums?
  • Warum wird das versprochene Recht auf Kritik durch Ignoranz ausgehebelt?
  • Wann wird aus dem Ghosting wieder eine Kommunikation auf Augenhöhe?

Wir dokumentieren dieses Schweigen weiterhin. Denn Transparenz ist keine freiwillige Leistung eines Gremiums – sie ist die Grundvoraussetzung für seine Existenzberechtigung.

Stay tuned!


 
Veröffentlicht : 17.04.2026 9:59
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(@steppenwolf)
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@dieunbestechlichen

 

Gut, dass Ihr an dem Thema dranbleibt - Danke Euch dafür.

 

Das Schweigen aus dem BeFo ist vielleicht sogar nachvollziehbar:Im Moment gibt es offenbar wenig bzw. nix Positives zu berichten – und möglicherweise wächst bei einigen Mitgliedern auch die Sorge, dass zu viel Offenheit die eigene Position gefährden könnte, insbesondere wenn im Sommer Rollen und Mandate neu verteilt werden.

 

Aber genau hier liegt der Punkt:

Gerade dieses Dilemma offen zu benennen, wäre ein Zeichen von Transparenz und Stärke gewesen.

 

Stattdessen bleibt es beim Schweigen – und das beschädigt die Glaubwürdigkeit und Vertrauen mehr als jede unbequeme Antwort.

Und noch etwas sollte allen klar sein:

Die Fragen zum Gaststatus richten sich doch nicht gegen die Betroffenen im BeFo in persona. Ich habe dies in der vorgetragenen sachlichen Form also nicht als persönliche Kritik interpretiert.

Wenn aber hier berechtigte Kritik angebracht ist, dann an den Strukturen und an denen, die dieses Verfahren konzipiert haben und nun trotz erkannter Schwächen zwanghaft weiter aufrechterhalten. Also ist auch hier nichts von "lernender Organisation" oder dem vielbeschworen "Kulturwandel" zu erkennen!

 

Vollständige Transparenz würde nicht schwächen – sondern Vertrauen schaffen.


Dieser Beitrag wurde vor 4 Wochen 2 mal von Steppenwolf  geändert
 
Veröffentlicht : 17.04.2026 13:38
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Die Unbestechlichen
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Update:

Wir haben uns gestern mit einem Schreiben (via Mail) an die Leiterin der Stabstelle Kommunikation der EKD gewandt:


"Sehr geehrte Frau ...,

wir wenden uns an Sie in Ihrer Funktion als Leiterin der Stabsstelle Kommunikation (1.04) der EKD, um Sie über einen Vorgang zu informieren, der aus unserer Sicht grundlegende Fragen zur tatsächlichen Kommunikationspraxis innerhalb kirchlicher Beteiligungsstrukturen aufwirft.

Am 11.03.2026 haben wir auf BeNe eine umfangreiche, sachliche Anfrage zum Thema „Gaststatus im Beteiligungsforum Sexualisierte Gewalt (BeFo)“ veröffentlicht – adressiert sowohl an das BeFo insgesamt als auch an die Gruppe der Betroffenenvertreter*innen im Besonderen. Darin haben wir zentrale Fragen zum Verfahren, zur Transparenz und zu den zugrunde liegenden Auswahlkriterien gestellt.
Am 13.03.2026 haben wir diese Fragen zusätzlich per E-Mail an das BeFo sowie an die Betroffenenvertreter*innen übermittelt und dabei eine Antwortfrist bis zum 15.04.2026 gesetzt.

Nachdem bis zum 20.03.2026 keine Reaktion erfolgt war, haben wir zumindest um eine Eingangsbestätigung gebeten.

Daraufhin erhielten wir am 22.03.2026 zwei kurze Rückmeldungen:
1) vom Leiter der Fachstelle Sexualisierte Gewalt der EKD mit der Anrede „Sehr geehrte schreibende Person“ – trotz unseres klar benannten Gruppennamens –, verbunden mit einer reinen Eingangsbestätigung;
2) von einem Vertreter der Betroffenengruppe mit der Anrede „Sehr geehrte Unbekannte“, ebenfalls beschränkt auf die Mitteilung der Kenntnisnahme, ohne weitere Ausführung aber auch OHNE eine Schlussformel (keine Grüße!).

Eine inhaltliche Antwort auf unsere Anfrage liegt bis heute (17.4.2026) nicht vor.

Besonders problematisch ist aus unserer Sicht nicht nur das Ausbleiben einer inhaltlichen Antwort, sondern auch die vollständige Abwesenheit weiterer Kommunikation: Es erfolgte weder eine Zwischenmeldung noch ein Hinweis darauf, ob und wann mit einer Rückmeldung zu rechnen ist.

Dieser Umgang steht in einem deutlichen Widerspruch zu dem Anspruch, den die EKD und ihre Gremien im Kontext von Beteiligung, Transparenz und Aufarbeitung formulieren. Ein Forum, das Betroffenenbeteiligung gewährleisten soll, kann sich der Kommunikation nicht durch Schweigen entziehen – insbesondere dann nicht, wenn es um Fragen der eigenen Struktur und Entscheidungsprozesse geht.

Vor diesem Hintergrund möchten wir Sie über diesen Vorgang informieren und zugleich um Ihre Einordnung bitten:
Wie bewertet die EKD eine solche Form der Nicht-Kommunikation in einem Gremium, das explizit für Beteiligung und Transparenz steht und zugleich das öffentliche Erscheinungsbild der EKD mitprägt?

Darüber hinaus stellt sich für uns die Frage, wie sichergestellt werden kann, dass grundlegende kommunikative Standards – insbesondere Höflichkeit, Respekt und Wertschätzung gegenüber engagierten Betroffenen, Verlässlichkeit, Rückmeldung und Nachvollziehbarkeit – auch innerhalb solcher Gremien tatsächlich eingehalten werden.

Wir danken Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und eine zeitnahe Rückmeldung.

Mit freundlichen Grüßen
Die Unbestechlichen"

Stay tuned!


 
Veröffentlicht : 18.04.2026 7:29
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Die Unbestechlichen
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Neues Update und Kurz-Analyse: Wenn Institutionen schweigen – Die Strategie der kommunikativen Leere

Am 20.04.26 haben wir eine sehr kurze Antwort von der Leiterin der EKD-Stabstelle Kommunikation auf unsere Anfrage erhalten, die aus unserer Sicht ein Muster zeigt, das symptomatisch für den Umgang mit kritischen Nachfragen ist: Anstatt auf die Vorwürfe mangelnder Höflichkeit und fehlender Transparenz einzugehen, weist die Leiterin der Stabsstelle jede Verantwortung von sich (und ihrer Stabstelle). Mit dem knappen Verweis auf die „unabhängige Kommunikation“ der Betroffenenvertreter (die kirchlichen Akteure des Befos werden dabei nicht erwähnt!) wird das Anliegen kurzerhand an die Stelle zurückdelegiert, deren Schweigen überhaupt erst der Grund der Beschwerde war. Diese Form der Antwort ist jedoch mehr als nur ein bürokratischer Vorgang – sie ist Teil einer gezielten Strategie der kommunikativen Leere.

1. Die bürokratische Mauer: Zuständigkeit als Schutzschild: Institutionen nutzen komplexe Gremienstrukturen oft als defensive Architektur. Durch das Verschieben von Zuständigkeiten z. B. zwischen Stabstellen und „unabhängigen“ Gremien entsteht ein kafkaeskes Labyrinth: Der Fragesteller*in wird im Kreis geschickt, bis die Erschöpfung siegt. Dieses „Delegieren statt inhaltlich Position zu beziehen“ – wie es die Leiterin der Stabstelle Kommunikation exemplarisch vorführt – ist keine sachliche Notwendigkeit, sondern eine bewusste Machtdemonstration hinter einer Fassade aus Zuständigkeitsregeln.

2. Das Solidaritäts-Dilemma: Wenn Betroffene mit-schweigen: Besonders brisant wird die Situation, wenn – wie im Beteiligungsforum (BeFo) – Gremien betroffen sind, in denen Betroffene selbst mitwirken. Beteiligen sich diese Vertreter am „Aussitzen“ gegenüber anderen Betroffenen, entsteht ein tiefer Riss in der Solidargemeinschaft.

  • Vom Gegenüber zum Funktionär: Wenn Betroffenenvertreter dieselben Mauern errichten, die sie einst selbst bekämpft haben, wirkt dies wie ein Verrat an der gemeinsamen Sache. Es drängt sich der Eindruck einer systemischen Assimilation auf: Die einstigen Kritiker scheinen sich so weit an die bürokratischen Reflexe und die Abwehrlogik der Institution angepasst zu haben, dass sie nun selbst Teil des Problems sind. Anstatt den Dialog zu öffnen, übernehmen sie die Sprachlosigkeit des Apparats.

  • Das Schweigen der Gleichen: Die Enttäuschung wiegt hier doppelt schwer. Während man von der Institution „Kälte“ fast erwartet, wirkt das Schweigen derer, die die Perspektive der Betroffenen eigentlich stärken sollen, wie eine endgültige Absage an einen transparenten Dialog auf Augenhöhe.

3. Institutionelle Kälte als zweite Verletzung: Das Schweigen einer Institution wirkt im Kontext von Machtmissbrauch oft wie eine sekundäre Viktimisierung.

  • Ohnmacht statt Beteiligung: Das Trauma der ursprünglichen Grenzverletzung wird durch die Ignoranz der Institution wiederholt. Wer nicht antwortet oder sich hinter Zuständigkeiten versteckt, entzieht dem Gegenüber die Existenzberechtigung im Dialog.

  • Gaslighting-Effekt: Die Diskrepanz zwischen öffentlichem Reform-Pathos und privater Ignoranz zerstört das Vertrauen. Betroffene werden erneut zum „Störfaktor“ degradiert, statt als Partner in der Aufarbeitung ernst genommen zu werden.

Fazit: Erosionsstrategie mit hohem Preis: Aussitzen ist eine Erosionsstrategie für das soziale Kapital. Wer den Dialog verweigert und Verantwortung/Zuständigkeit delegiert, verliert die Deutungshoheit über sein Image. Im digitalen Zeitalter wird das Ausbleiben einer substanziellen Antwort selbst zur Nachricht. Das Bild einer reformunwilligen Institution verfestigt sich – und die Betroffenenvertreter, die dieses Schweigen durch ihre Assimilation mittragen, laufen Gefahr, zum bloßen Feigenblatt einer erstarrten Struktur zu werden.

Stay tuned!


Dieser Beitrag wurde vor 3 Wochen 2 mal von Die Unbestechlichen  geändert
 
Veröffentlicht : 22.04.2026 5:16
Steppenwolf und Rainer Zufall haben reagiert
Die Unbestechlichen
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Unsere heutige Antwort (via E-Mail) an die Leiterin der EKD-Stabstelle Kommunikation:

Sehr geehrte Frau ...,

haben Sie Dank für Ihre knappe Rückmeldung. Mit Befremden müssen wir jedoch feststellen, dass Ihre Antwort den Kern unseres Anliegens nicht nur verfehlt, sondern ihn aktiv umgeht.

Ihre Argumentation, die Betroffenengruppe entscheide „aus guten Gründen unabhängig“ über ihre Kommunikation, wirkt in diesem Kontext wie eine bequeme administrative Schutzbehauptung. Wir kritisieren nicht die inhaltliche Unabhängigkeit des Gremiums, sondern das systematische Versagen grundlegender Kommunikationsstandards in einem Organ, das von der EKD geschaffen wurde, von ihr finanziert wird und unter ihrem Namen agiert.

Dazu merken wir kritisch an:

  • Selektive Wahrnehmung der Gremienstruktur: Ihre Antwort suggeriert, das BeFo bestünde ausschließlich aus der Betroffenengruppe. Das ist faktisch falsch. Das Beteiligungsforum ist ein gemeinsames Gremium, dem ebenso hochrangige Kirchenvertreter*innen und Leiter*innen kirchlicher Fachstellen angehören. Dass auch diese kirchlichen Akteure seit Wochen schweigen, lässt sich nicht mit der „Unabhängigkeit der Betroffenen“ rechtfertigen.

  • Delegation statt Verantwortung: Ihr Verweis auf die E-Mail-Adresse der Betroffenenvertretung (an die wir uns wenden können, was wir bereits erfolglos getan haben!) ist zirkulär. Wir haben Sie gerade deshalb kontaktiert, weil die Kommunikation dort gescheitert ist. Ein Verweis zurück an die Stelle, deren Kommunikationspraxis wir explizit kritisieren, erscheint uns nicht zielführend. Es entsteht dadurch der Eindruck, dass für die Einhaltung kommunikativer Mindeststandards innerhalb dieser Strukturen keine übergeordnete Verantwortlichkeit existiert.

  • Die EKD als Absender: Das Beteiligungsforum führt das Kürzel „EKD“ in seiner Bezeichnung und seiner Mailadresse. Das öffentliche Bild der Kirche wird durch den dortigen Umgangston massiv beeinflusst. Dass Sie als Leiterin der EKD Stabsstelle Kommunikation hierzu keinerlei Bewertung abgeben, empfinden wir als widersprüchlich zum Transparenzversprechen Ihrer Institution.

  • Fehlende Beschwerdestrukturen: Der vorliegende Vorgang offenbart eine Lücke in der Organisationsstruktur: Es gibt offensichtlich keine unabhängige Beschwerdestelle, an die man sich wenden kann, wenn das BeFo – das zentrale Gremium für Aufarbeitung – jegliche Kommunikation und Transparenz verweigert. Wenn Sie sich als Kommunikationsleiterin der EKD für unzuständig erklären, stellt sich die dringende Frage: An wen sollen sich Betroffene in einem solchen Fall wenden? Wer kontrolliert die Einhaltung kommunikativer Mindeststandards, wenn die Kirche sich hinter der „Unabhängigkeit“ ihrer eigenen Gremien versteckt?

  • Strukturelle Verantwortung: Unabhängigkeit in der Sache darf niemals ein Freibrief für eine unzureichende Rückmeldekultur sein. Wenn die EKD Strukturen schafft, trägt sie auch die Verantwortung für deren prozedurale Integrität.

Vor diesem Hintergrund bitten wir Sie erneut um eine inhaltliche Positionierung dazu, wie die EKD das Schweigen sowie die als respektlos und herablassend empfundene Kommunikation (Stichwort „schreibende Person“, keine Grußformel) ihrer eigenen Funktionsträger*innen innerhalb des BeFo bewertet. Uns geht es dabei nicht um eine prozessuale Erläuterung der Gremienstrukturen, sondern um die Frage, wie die EKD die versprochene Verlässlichkeit und einen wertschätzenden Umgang gegenüber engagierten Betroffenen in der Praxis sicherzustellen gedenkt.

Über eine Antwort, die auf diese Kernfragen eingeht, würden wir uns freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Unbestechlichen


Dieser Beitrag wurde vor 3 Wochen 2 mal von Die Unbestechlichen  geändert
 
Veröffentlicht : 22.04.2026 5:40
Steppenwolf und Rainer Zufall haben reagiert
(@rainer-zufall)
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Liebe Leser*innen,

wie der Zufall es will habe ich heute morgen das dringende Bedürfnis, auf die letzten Beiträge hier zu antworten, denn ich merke immer deutlicher, dass das Schweigen des Befos -und insbesondere der Gruppe der Betroffenen im Befo- auf dezidiert gestellte Fragen, etwas mit mir macht. Es macht mich wütend, es enttäuscht mich und es empört mich und zwar jeden Tag ein bisschen mehr. Und diesen persönlichen Gefühlen möchte ich mit meinem heutigen Kommentar Ausdruck verleihen.

Wir kennen das alle aus politischen Zusammenhängen: die Methode des Aussitzens auf kritische Fragen. Man muss nichts erklären, nichts begründen, nichts entscheiden. Man wartet einfach. Irgendwann erledigen sich die Fragen von selbst – weil die, die sie gestellt haben, müde werden und irgendwann frustriert aufgeben. Elegant, geräuschlos, folgenlos. Zumindest für diejenigen auf der richtigen Seite des Tisches.

Ich sitze nicht auf dieser Seite. Ich sitze hier, daheim, vor meinem Rechner und lese interessiert mit. Und gerade weil es in den letzten Monaten hier so gut wie nichts mehr "mitzulesen" gab, freue mich mich über die fundierten Beiträge von allen Nutzer*innen, die sich doch noch die Mühe machen, diese Vernetzungsplattform irgendwie am Leben zu erhalten und zwar im Sinne von UNS Betroffenen!

Es werden allgemeine Fragen gestellt und größere Zusammenhänge erklärt und kritisch hinterfragt. Sachlich. Klar. Nachvollziehbar. Und all das ist mit großer Mühe, Akribie und dem großen zeitlichen Einsatz der Verfasser*innen verbunden, wofür ich sehr dankbar bin. Denn ich habe bereits eine Menge gelernt: zu Verfahren, zu Kriterien, zu Transparenz. Alles Fragen, die ein Gremium, das Beteiligung verspricht, eigentlich beantworten müsste. Stattdessen: Schweigen. Nicht einmal ein „wir brauchen noch Zeit“. Nicht einmal ein „wir melden uns“. Nichts.

Und dann soll ich glauben, dass es im Befo und hier um Beteiligung geht?

Für mich fühlt sich dieses Schweigen nicht neutral an. Es fühlt sich an wie ein Echo. Wie etwas, das ich schon kenne: nicht gehört zu werden, hingehalten zu werden, ins Leere zu sprechen. Es ist genau dieses Muster, von dem immer behauptet wird, es dürfe sich nie wiederholen. Und doch passiert es wieder – diesmal unter dem Etikett von Beteiligung und unter Beteiligung von Betroffenen, die Teil dieses Gremiums sind.

Vielleicht ist genau das der Punkt: Schweigen ist hier kein Versehen. Es ist Methode. Wer nicht antwortet, muss sich nicht erklären. Wer nichts offenlegt, bleibt unangreifbar. Wer Verfahren im Dunkeln hält, behält die Kontrolle. Aussitzen ist kein Ausrutscher – es ist Selbstschutz.

Und wir Betroffene? Wir sind der Preis.

Besonders bitter wird es, wenn selbst die Gruppe der Betroffenen im Befo dieses Schweigen mitträgt. Denn dann passiert etwas, das man selten so offen benennt: ein Prozess der Anpassung – oder deutlicher, der Assimilierung. Aus Vertreter*innen der eigenen Peergroup werden schrittweise aktive Teilnehmende an genau den Strukturen, die sie eigentlich hinterfragen sollten. Die Perspektive verschiebt sich. Loyalitäten verschieben sich. Und irgendwann scheint es wichtiger zu sein, im System zu funktionieren, als es nach außen hin erklärbar zu machen.

Was dabei entsteht, ist kein echter Vermittlungsraum mehr, sondern eine Art Pufferzone – oder, härter gesagt: Erfüllungsgehilfen eines Systems, das nach außen Beteiligung signalisiert und nach innen Kontrolle bewahrt.

Das ist der Moment, in dem Vertrauen nicht nur kippt, sondern komplett verloren geht.

Denn eine Betroffenenvertretung, die auf berechtigte Fragen aus der eigenen Gruppe nicht reagiert, verliert mehr als nur Glaubwürdigkeit. Sie verliert ihre Grundlage. Ihre Daseinsberechtigung entsteht nicht durch ihren Platz im Gremium, sondern durch die Verbindung zu den Betroffenen. Wenn diese Verbindung durch Schweigen ersetzt wird, bleibt am Ende nur noch eine Funktion – aber keine Vertretung mehr.

Und ich finde: Für ein solches Verhalten sollte man sich schämen. Denn da ist noch etwas, das schwerer zu greifen ist, aber umso stärker wirkt: das Gefühl, beschämt zu werden – nicht durch offene Kritik, sondern durch eben diese Ignoranz. Dieses konsequente Nicht-Reagieren, dieses Übergehen von Fragen, dieses demonstrative Schweigen vermittelt mir mehr als jede direkte Zurückweisung. Es sagt: Ihr seid es nicht wert, dass man sich mit euch auseinandersetzt. Eure Fragen sind es nicht wert, beantwortet zu werden. Eure Stimme, eure Engagement zählt nicht. Diese Form der Beschämung ist leise, aber tiefgreifend. Sie trifft nicht nur das Anliegen, sondern die Personen dahinter – und sie hinterlässt genau das Gefühl, das viele Betroffene nur zu gut kennen: wieder nicht gemeint zu sein, wieder nicht zu zählen, wieder außen zu stehen, wieder mal ins Leere zu laufen. Nicht, weil Fehler gemacht werden – die passieren. Sondern weil hier etwas Grundsätzliches aufgegeben wird: die Verantwortung und Loyalität gegenüber der eigenen Peergroup.

Was es jedoch für mich so unerträglich macht, ist, wer dieses Schweigen mitträgt. Denn es sind nicht nur „die Strukturen“. Es sind auch diejenigen, die als Betroffenenvertretung Teil dieses Gremiums sind. Menschen, die "vorgeben", für uns zu sprechen – und sich gleichzeitig von uns abwenden. Die auf Fragen aus der eigenen Peergroup nicht reagieren. Die keinen Dialog suchen. Die sich entziehen.

Das ist mehr als Wut, Empörung und Enttäuschung. Das fühlt sich für mich an wie Verrat.

Denn in dem Moment, in dem die Gruppe der Betroffenen im Befo beginnt, die eigene Gruppe zu ignorieren, verschiebt sich ihre Rolle grundlegend. Sie vertritt dann nicht mehr – sie funktioniert und sie stabilisiert ein System, das sie eigentlich hinterfragen sollte. Und sie nutzen meiner Meinung nach die Existenz von Betroffenen und deren Leid zunehmend als Legitimation für ihre eigene Position innerhalb dieses Gremiums – als Rechtfertigung dafür, dort zu sitzen, wo sie sitzen.

Was hier entsteht, ist kein Raum für Beteiligung mehr, sondern ein Mechanismus des Selbsterhalts. Und das ist aus meiner Sicht nicht nur politisch problematisch. Es ist zutiefst unmoralisch. Denn wer sich auf die Erfahrungen und das Leid von Betroffenen beruft, um Teil eines Gremiums zu sein, trägt eine Verantwortung. Wenn diese Verantwortung durch Schweigen ersetzt wird, wenn die Verbindung zur eigenen Peergroup gekappt wird, dann bleibt am Ende nur noch eines: eine Funktion ohne Rückbindung – und ein Anspruch, der nicht mehr gedeckt ist.

Nicht nur, weil Fragen unbeantwortet bleiben. Sondern weil sichtbar wird, wie ein System funktioniert: Es nimmt Kritik auf, integriert sie, glättet sie – und macht sie im Zweifel unschädlich. Beteiligung wird dann nicht zur Veränderung genutzt, sondern zur Stabilisierung.

Man könnte fast sagen: Es ist ein perfekter Mechanismus. Man muss nur lange genug schweigen.

Das darf man natürlich auch anders sehen, empfinden und bewerten. Für mich ist es genau so!

Danke, an alle, die trotzdem dran bleiben und sich auf die ein oder andere Art und Weise (auch hier!) für die Belange der Betroffenen einsetzen! Mal sehen, wie lange es diese Plattform überhaupt noch gibt....


 
Veröffentlicht : 24.04.2026 8:38
Pimpinella, Chuck Novis und Steppenwolf haben reagiert
(@chuck-novis)
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Heimlich, still und leise gingst Du ohne ein Wort …

2024/2025 hiess es noch:

„Unser ForuM-Bulletin informiert Sie über den aktuellen Stand der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche und der Diakonie. Der Newsletter wird in etwa alle sechs Wochen erscheinen. Mit ihm bleiben Sie immer informiert, was das Beteiligungsforum beschlossen hat, was sich in den Landeskirchen tut und welche neuen Einsichten gewonnen wurden.“

Und heute:

„Unser ForuM-Bulletin informiert Sie über den aktuellen Stand der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche und der Diakonie. Der Newsletter erscheint etwa viermal im Jahr. Mit ihm bleiben Sie immer informiert, was das Beteiligungsforum beschlossen hat, was sich in den Landeskirchen tut und welche neuen Einsichten gewonnen wurden.“

Entdecke den Unterschied!

 

Nun mag es gute Gründe geben, die Zeiträume zwischen solchen Newslettern zur verlängern, z. B.

- keine Neuigkeiten (aktuell eher unwahrscheinlich)

- kein messbares Interesse bei den Lesern (z. B. rückläufige Klickraten, wurde hier bereits an anderer Stelle erwähnt)

 

- Beginn des Abgesangs des zu bewerbenden Produkts / Projekts

 

- Mangel an qualifizierten Redakteur*innen oder ganz simpel

 

- Kostenersparnisgründe (DAS Thema aller Landeskirchen)

 

So oder so, es wäre doch im Sinne der Transparenz diese Änderung auch entsprechend zu kommunizieren!

 

Hat man aber nicht!

 

Übrigens auch eine - wenn nicht ganz neue - Einsicht!


Dieser Beitrag wurde vor 2 Wochen von Chuck Novis  geändert
 
Veröffentlicht : 28.04.2026 6:14
Die Unbestechlichen
(@dieunbestechlichen)
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Nach unserem Beitrag vom 6. März 2026 haben die Herausgeber*innen des ForuM-Bulletins inzwischen einen entsprechenden Hinweis auf der „Abo-Seite“ ergänzt.

Dieser lautet:

„Für den Versand des ForuM-Bulletins nutzen wir den Dienstleister CleverReach.
Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie der Datenübermittlung an unseren Dienstleister und dessen Datenschutzerklärung zu.“

 

 

Auffällig ist dabei, dass dieser wichtige Hinweis ohne weitere Erläuterung oder Erklärung hinzugefügt wurde.

 

Die gute Nachricht zur Sache: Der Hinweis vom 6.3.2026 wurde gelesen und entsprechend reagiert. Nun ist transparent und öffentlich, wer beim Versand des Forum Bulletins involviert ist.

Am Ende bleibt jedoch die grundsätzliche Frage nach dem „Warum“ offen:

- Warum bedarf es für den Versand des Forum Bulletins den zusätzlichen Aufwänden eines externen Dienstleisters?

- Warum wird das Forum-Bulletin nicht einfach über BeNe/Aktuelles veröffentlicht?

Stay tuned – wir bleiben auch hier dran.


 
Veröffentlicht : 06.05.2026 10:49
Pimpinella hat reagiert
(@luziferinchen)
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@dieunbestechlichen Hallo, allerseits, ich würde gerne wissen, ob es hier eigentlich auch noch Betroffene gibt, die sich gerne austauschen wollen. Darüber, was sie erlebt haben und darüber, ob sie sich an die Kirche wenden wollen bzw. ob sie es schon gemacht haben. Seid ihr Betroffene, liebe Unbestechlichen? Und wenn ja, warum nennt ihr euch so? Meint ihr, es würde bestechliche Betroffene geben?


 
Veröffentlicht : 10.05.2026 13:20
Ernst Wilhelm hat reagiert
(@luziferinchen)
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Huhu, haaalllooo, ist hier niemand mehr?

Sind hier nur noch die "Unbestechlichen"? Oder vielleicht doch auch Bestechliche, wer auch auch immer damit gemeint sein könnte.

Wie gesagt, ich bin mir nicht sicher, ob es noch angebracht ist, sich als Betroffene bei der Kirche zu melden. Das scheint alles sehr verfahren zu sein und manches geht wohl auch nicht mit richtigen Dingen zu.


 
Veröffentlicht : 13.05.2026 17:59
Seite 3 / 3
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