Aufruf St. Pankratius HH-Ochsenwerder
 
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AG BeNe

Aufruf St. Pankratius HH-Ochsenwerder

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(@tim1979)
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Zum 250. Post leider nichts Fröhliches:

Im Bischofssprengel der EKD-Ratsvorsitzenden hat es leider wieder einen mutmaßlichen Vorfall gegeben.

Immerhin hat die frühere Gemeinde des Pastors einen Aufruf gestartet. Er findet sich hier:

Fall von sexualisierter Gewalt in unserer Kirchengemeinde - Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Pankratius Ochsenwerder

Zu den Hintergründen des mutmaßlichen Falles u.a. auch folgender Link:

Vater in Hamburg vor Gericht! Hat er den eigenen Sohn zur Prostitution gezwungen?

Es bleibt nur zu hoffen, dass in meiner Landeskirche, die sich gerne für das erste Präventionsgesetz in der EKD rühmt, sich aber mit der Umsetzung teilweise sehr schwer tut, mehr Menschen als bisher aufwachen.


 
Veröffentlicht : 05.07.2025 12:27
HeimschuleKind, Pimpinella, Tamagotchi und 1 Mitglieder haben reagiert
(@tim1979)
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Anbei jetzt auch eine vor einigen Tagen abgegebene Erklärung des zuständigen Kirchenkreises:

Stellungnahme zu sexualisierter Gewalt – Evangelische Kirche Hamburg - Kirche Hamburg


 
Veröffentlicht : 11.07.2025 16:03
HeimschuleKind, Pimpinella und Kea haben reagiert
Jeanne V.
(@jeanne-v)
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@tim1979

Das klingt nett

Auf Seiten Betroffener stehen

Was sie brauchen

Die wissen doch gar nicht, was man braucht!

Und wenn man es in Bayern klar benennt, ist es im Katalog nicht vorhanden/ nicht möglich.

Möge es den dortigen Betroffenen eine Hilfe sein.

Ich glaube Kirchens nix mehr.

Auch nicht der ach so tollen NordKirche.

Es bleibt ein System, das sich gegenseitig schützt

Eben auch das Bodenpersonal winkt sich fröhlich zu.

Steht da was von Prozessbegleitung, ob und wer die organisiert hat, ob es eine gibt?

Gibt es einen RA der Bock hat überhaupt da einzusteigen?

Wie ist die psychosoziale Unterstützung?

Wie wird konkret in der Gemeinde unterstützt? Es wird geratscht, gewiss. Und sicher werden einige auch anderer Meinung sein. Wird das besprochen? Wird dem proaktiv entgegengewirkt ( in Bayern null Thema. Und dafür wäre kein Personal da. Das müssten die Gemeinden selber machen...)

Wie sehen die Gottesdienste nun aus? Wird weiter regelmäßig vergib uns unsere Schuld gebetet? Unreflektiert?

Oder gab es doch schon einmal eine Fürbitte für Gewaltbetroffene? (auf die man dann jahrelang verweisen kann)

Wird weiter geschwiegen? Und so getan, als wäre nichts gewesen?

Können einem die Pfarrers u.a. noch in die Augen schauen? ( hatte ich ja erst wieder letztes WE)

Ein anonymes Gespräch reicht da nicht.

Was ist vorher geschehen? Bis es zu einer Anklage kommt, bis ausermittelt ist, das dauert lange.

Plausibilität... wenn das ein ernstes Kriterium wäre, müsste längst vorher schon gehandelt worden sein.

Plausibilität bei Kirchens bedeutet eben auch: eigentlich führt nur ein Urteil zu einer Handlung. Alles andere ist für den Beschuldigten auszulegen... im Zweifel für den Angeklagten.

Nur ein paar Fragen...

Nordkirche konnte schon lange 'gute Pressearbeit ', die aber nichts über Realitäten aussagt.

Wer ist Referenz für die 'IT- Entwicklung ' für BeNe?

Mögen die Betroffenen gute Begleitung haben/ sich suchen unabhängig von Kirchens.

Ohne grossen Bürokratismus. Denn sollte man Unterstützung von Kirchens wollen, muss man alle Daten preisgeben und beantragen und nachweisen, dass nichts anderes greift! Der Klassiker in Bayern: einen Fonds Antrag stellen ( der gerade rückwirkend eingestampft wurde) und sich an staatliche Stellen wenden - auch wenn Institution Kirche Verursacher...

Möge im Norden ein Lichtstreif am Horizont zu erblicken sein - ich glaube denen nix mehr.


 
Veröffentlicht : 12.07.2025 6:57
Bienchen730 und HeimschuleKind haben reagiert
HeimschuleKind
(@heimschulekind)
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Hallo tim1979

Danke für den Link und den sehr ausführlichen Artikel. Das klingt erstmal alles vernünftig und nach einer strukturierten und planvollen Vorgehensweise im Sinne von Betroffenen.

Bis ich das hier las:

Da dieser Schritt für betroffene Personen, die Leid, Unrecht und ggf. bisher kein Gehör bei kirchlichen Personen erfahren haben, ein Schritt ist, der viel Vertrauen und Kraft kostet,

gibt es auch die Möglichkeit sich anonym an Jette Heinrich zu wenden: anonym@kirche-hamburg-ost.de

Meine Meinung

Dieses Angebot ist so irreführend und für Betroffene, die anonym bleiben wollen/müssen (z.B. hinweisgebende Kirchenmitarbeiter*innen) gefährlich, denn

  • eine Mail ist nicht deshalb anonym ("nicht direkt einer Person zuortenbar") weil die Empfängeradresse so heisst.
  • Und schon garnicht, wenn die diese Adresse in der Domaine der Kirche selbst verortet ist, wo ausser dem eigentlichen Empfänger noch Dritte (IT oder Dienstleister) Zugriff auf z.B. die Logfiles haben und auch ohne Kenntnis des Inhalts anhand der sogenannten Kopfdaten einer Mail entsprechende Rückschlüsse ziehen könnten.

Nachsatz:

Dazu dann später mehr in einem eigenen Beitrag mit Empfehlungen, erstmal muss ich diesen Hinweis noch an die "Kirche-hamburg-ost" senden,

m.W. ja die Homebase von Frau Fehrs (done).

#Risiko


Dieser Beitrag wurde vor 10 Monaten von HeimschuleKind  geändert
 
Veröffentlicht : 12.07.2025 6:58
Tim1979 hat reagiert
Jeanne V.
(@jeanne-v)
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@heimschulekind

Ja. Zum Glück haben wir dich.

Ich Schaf habe mehrfach erfahren, was anonym bedeutet.

Klassiker: die Bayerische Landeskirche. ( aber nicht nur die!)

Und bei Kirchens weisst du dann nie, wer das liest und dann an wen weiterleitet.

Das selbe gilt auch für Telefonnummern!

So kann der Präventionsbeauftragte auf seinem Apparat keine Nummer sehen. Bei Rufumleitung die Sekretärin aber schon... und dann sagen sie dir, sie konnten nicht zurückrufen, da sie die Nummer nicht hätten...

Wer anonym bleiben will, melde sich nicht bei Kirchens/Diakonie.

Wendet euch an externe Fachberatung!


 
Veröffentlicht : 12.07.2025 7:06
Bienchen730 und HeimschuleKind haben reagiert
(@tim1979)
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Anbei noch ein Bericht zu dem Thema:

Prozess in Hamburg: Zwangsprostitution? - Sohn sagt nichtöffentlich aus | DIE ZEIT


 
Veröffentlicht : 17.07.2025 6:14
(@tim1979)
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Wie ich erst jetzt sehe, wurde letzten Donnerstag das Urteil gegen den Vater gefällt:

Zwangsprostitution durch Vater? 47-Jähriger verurteilt | ndr.de

Der Prozess gegen den Pastor steht allerdings noch aus.


Dieser Beitrag wurde vor 10 Monaten von Tim1979  geändert
 
Veröffentlicht : 22.07.2025 13:21
Kea hat reagiert
(@tim1979)
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Lt Hamburger Abendblatt beginnt der Prozess gegen den Pastor am 5.5.2026:

Hamburger Pastor wegen sexuellen Missbrauchs eines Jugendlichen vor Gericht


 
Veröffentlicht : 17.04.2026 5:19
(@tim1979)
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Stellungnahme des Kirchenkreises zum Prozessbeginn:

Information zum Start des Prozesses gegen einen ehemaligen Pastor der Gemeinde Ochsenwerder - Kirche Hamburg


 
Veröffentlicht : 03.05.2026 14:33
(@pimpinella)
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@tim1979 Vielen Dank, dass Sie uns hier weiter informieren!


 
Veröffentlicht : 04.05.2026 20:53
(@steppenwolf)
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@tim1979

 

Danke für den Hinweis auf die Stellungnahme der Kirchengemeinde.

 

Nun, der Fall unterscheidet sich generell von vielen anderen kirchlichen Missbrauchsfällen (Vater des Betroffenen als Zuhälter). Gleichwohl lesen sich die Statements der Kirchengemeinde wie die vielen anderen „Wir sind so schockiert“-Kommentare.

 

Aber hier folgt dann noch etwas Neues: Nach Jahrzehnten kirchlicher Kommunikationsstrategie „nix gehört, nix gesehen, nix gesagt“ entdeckt man plötzlich die anonyme E-Mail als weitere Möglichkeit der Kontaktaufnahme. Eigentlich tröstlich. Ja, eigentlich.

 

Besonders rührend ist dabei der Hinweis, man könne sich „anonym“ melden, wenn man nur eine E-Mail-Adresse ohne Klarnamen benutzt. Das ist ungefähr so, als würde man empfehlen, für absolute Diskretion einfach eine Sonnenbrille aufzusetzen – während man laut seinen Namen ruft.

 

Denn natürlich: Eine normale (Internet-)E-Mail ist technisch etwa so anonym wie eine Postkarte mit Absender, Stempel und kompletter Reiseroute. Im Header der Mail stehen genug Spuren, um für einen Sachkundigen nachzuvollziehen, woher sie kommt.


Und wenn die Mail dann auch noch direkt beim eigenen Mail-System der Kirche landet, dann ist ein zwischen den Zeilen suggeriertes „Vertraulich“ eher eine Frage des Glaubens als der Technik.

 

Geradezu perfide wirkt das Ganze im Kontext:
Man betont selbst, dass Betroffene oft „kein Gehör“ gefunden haben – und bietet ihnen dann als niederschwellige Lösung ausgerechnet ein Kommunikationsmittel an, das weder echte Anonymität noch garantierte Vertraulichkeit bietet.

 

Das ist kein Schutzraum, das ist ein „digitaler Beichtstuhl mit Glastür“.

 

Und der Tipp mit der E-Mail-Adresse ohne Klarnamen? Der wirkt wie ein Feigenblatt für Menschen, die sich mit der Materie nicht auskennen. Also wohl eher die Mehrheit der hier Mitlesenden.

 

Ob nun karl.napp(at)… oder whistle.blower(at)… – die entscheidenden Metadaten bleiben dieselben. Aber Hauptsache, das Formular der guten Absicht ist gewahrt.

Dies wurde bereits weiter oben von einem IT-affinen Betroffenen dargelegt und wohl sogar an die Verantwortlichen gemeldet. Bereits im Juli 2025 und jetzt wird das noch immer so beworben! Echt jetzt?

Unterm Strich entsteht der Eindruck: Man möchte Anonymität anbieten, ohne die Konsequenzen davon wirklich zu durchdenken oder gar technisch sauber umzusetzen.

 

Oder anders gesagt:
Die Kirche verspricht absolute Vertraulichkeit – und liefert bestenfalls ein Vertraulichkeitsgefühl.


Dieser Beitrag wurde vor 1 Woche 2 mal von Steppenwolf  geändert
 
Veröffentlicht : 04.05.2026 20:54
(@tim1979)
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@pimpinella Vielen Dank für den Dank. Wegen pers.-berufl. Angespanntheit nur kurz den Link zum heutigen Bericht des NDR:

Sexueller Missbrauch von Teenager - Prozess gegen Pastor | ndr.de


 
Veröffentlicht : 05.05.2026 19:42
Pimpinella hat reagiert
(@tim1979)
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Anbei noch ein von Welt und Süddeutscher übernommener DPA-Bericht:

Pastor soll Jugendlichen missbraucht haben – Prozessbeginn - WELT


 
Veröffentlicht : 06.05.2026 5:51
Pimpinella hat reagiert
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