Neue Regelungen bei den Anerkennungszahlungen: 15.000 € + x für alle?
 
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AG BeNe

Neue Regelungen bei den Anerkennungszahlungen: 15.000 € + x für alle?

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(@steppenwolf)
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Hallo Walter

Du führst treffend die relevanten Punkte und Fragen an. Danke Dir dafür.

Danke auch an „Vertuschung Beenden“ für die Übersicht und die kritische Einordnung der verschiedenen Ordnungen und Richtlinien im letzten Podcast. Genau das hätte man doch auf BeNe erwartet.

„Es gibt gebündelt Informationen über Anerkennungsverfahren und Fachstellen der evangelischen Kirche und Diakonie und zu unabhängigen Unterstützungsangeboten …“

Doch die Erfahrung zeigt leider: Mit klaren, kritischen Erklärungen und praktischen Handreichungen für Betroffene tut sich dieses Gremium seit jeher schwer.

Inzwischen wird doch immer deutlicher: Nicht nur die Ordnungen der Landeskirchen weichen von der EKD-Vorlage ab. Auch die Antragsverfahren unterscheiden sich wohl massiv.

In einer Fachstelle wird geraten, Anträge zur Überprüfung schnell und formlos zu stellen. In einem anderen Verbund werden sogenannte „Altfälle“ – sorry, historische Fälle – angeblich automatisch überprüft, ganz ohne weiteres Zutun der Betroffenen?

Und der ehemalige Sprecher der Betroffenen im BeFo empfiehlt weiterhin, einfach abzuwarten. Ohne Begründung. Ohne Erklärung.

Abwarten? Tee trinken? Hoffen auf ein einheitliches Formular und Verfahren?

VERGISS.ES

Dieser Beitrag wurde vor 2 Wochen von Steppenwolf  geändert
 
Veröffentlicht : 23.01.2026 6:54
Rainer Zufall hat reagiert
(@steppenwolf)
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Noch immer keine Reaktionen auf die Fragen und Anmerkungen seitens der Verantwortlichen. Nix unter „Aktuelles“ zu den „neuen“ Verfahren oder gar Zwischenergebnissen seit der Einführung der URAKs.

Und auch das für Dezember 2025 angekündigte Bulletin des BeFos lässt weiter auf sich warten. Oder wurde es gar schon eingestellt? Man weiss es nicht, aber ist doch kein Thema, denn Betroffene sind im Laufe der Jahre „WARTEN“ und „NICHTINFORMIERTWERDEN“ gewohnt, oder?

Aber mal etwas konkreter, so als mein „Wort zum Sonntag“:Die jetzt langsam bekannt gewordenen Probleme mit den Kommissionen, z. B. bei den URAKS sollten eigentlich niemanden überraschen. Wirklich niemanden. Man hätte ja nur einmal nach rechts und links schauen müssen – zum katholischen Mitbewerber. Aber das wollte man offenbar nicht. Oder man war nicht bereit, genauer hinzusehen. Ja, wenn man gewollt hätte, aus Fehlern zu lernen. Auf Neudeutsch heißt das: „Lessons learned“.

Und dann lese ich erstaunt immer wieder diese Jahreslosung 2026:

„Siehe, ich mache alles neu!“

Das mag für Gott gelten. Aber ganz sicher nicht für die Verantwortlichen in den Landeskirchen, im BeFo und in der Diakonie. Dort wird nichts neu. Dort wird verwaltet, verschleppt, vertagt, beschwichtigt und schön geredet. Immer wieder das Gleiche. Ja, es gibt neue Namen, aber bitte weiterhin die alten Muster.

Während die katholische Kirche – bei all ihren eigenen massiven Problemen – wenigstens deutlich höhere Beträge an Betroffene zahlt, sind wohl hauptsächlich die EKD-Juristen zufrieden, wenn zum 1.1.2026 irgendetwas irgendwie vorlag, das man öffentlich feiern konnte. Hauptsache, es gibt ein Datum. Hauptsache, es gibt eine Pressemitteilung. Hauptsache, man kann „Reform“ sagen. Merkt Ihr selbst!

Aber ganz nüchtern betrachtet:

Jubeln die Betroffenen darüber? Auch die, die es im BeFo gutgeheißen haben? Ich habe sowas noch nicht vernommen.

Man könnte denken, da jubeln eher die Institutionen wieder über sich selbst?

Acht Monate Stillstand, keine durchgängig arbeitsfähigen Kommissionen, Studien auf Eis, Zuständigkeiten im Nebel, neue Gremien, neue Richtlinien, neue Verfahren – und wieder vergeht Zeit.

Für die Betroffenen heißt das: weiter warten. Weiter vertröstet werden. Weiter vertragen müssen, dass Strukturen und elendige Abstimmungen darüber wichtiger sind als Menschen, die ja angeblich so im Fokus stehen.

Es ist immer das gleiche Spiel:

Man erklärt sich „verpflichtet zur Aufarbeitung“, man formuliert wohlklingende Sätze, man beruft sich auf Standards, Prozesse und Gremien – und am Ende bleibt vor allem eins: Verzögerung.

Wenn Gott alles neu macht, schön.

Aber diese Kirchen machen vor allem eins:

Sie machen alles langsamer.

Und für die Betroffenen heißt das: Noch mehr Geduld, noch mehr Enttäuschung, noch mehr Bitterkeit, noch mehr schlaflose Nächte!

Und für einige heißt es leider, dass sie das Ende dieses erbärmlichen und armseligen Wartens nicht mehr erleben werden.

Dieser Beitrag wurde vor 2 Wochen von Steppenwolf  geändert
 
Veröffentlicht : 25.01.2026 5:59
Rainer Zufall hat reagiert
(@steppenwolf)
Beiträge: 9
 
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1.ter Februar 2026. Wieder ein ganzer Monat vorbei!Auch zwei Jahre nach der ForuM-Studie — und Betroffene warten noch immer auf eine erkennbare, einheitliche Umsetzung der Anerkennungsrichtlinie.

Und was ist? Kein Anhaltskatalog. Kein klares Verfahren. Nicht mal ein zentrales Antragsformular.

Die einfachste Frage bleibt weiterhin unbeantwortet: Wann und wie sollen Anträge nach den neuen Ordnungen gestellt werden? Antwort der Verantwortlichen: Offizielles Schweigen. Aber die Gremien tagen. Und tagen. Und tagen.

Über ein Jahr Zeit gehabt — und nichts ist verbindlich geregelt und verständlich dokumentiert. Statt Klarheit gibt es Flickwerk, unterschiedliche Aussagen, widersprüchliche Wege.

Aufarbeitung wird vertagt, Anerkennung verschoben. Auf Wiedervorlage, irgendwo zwischen Arbeitskreis, Workshop und Abstimmungsschleife.

Währenddessen verschwinden Beiträge zur ForuM-Veröffentlichung aus Mediatheken. Erinnerung offenbar mit Ablaufdatum. Und die, die einst vom „schwarzen Tag“ sprachen, posten heute aus Hotellobbys und Sitzungsräumen. Ja, es sind wohl viele Sitzungen. Wirklich beeindruckend viele Sitzungen.

Ergebnisse? Für Betroffene aktuell nicht sichtbar. Außer bei FB gibt es ja nix zu lesen von BeFo und Co.

Im neusten Eule-Podcast heißt es dann, die Umsetzung der gerade wieder verhandelten Gewaltrichtlinie der EKD werde noch „Monate und Jahre“ dauern.Monate. Jahre. Echt jetzt?

Kümmert Euch endlich erkennbar um die aktuell anstehenden Themen!Klingt das nicht wie Hohn in den Ohren der Menschen, die seit Jahrzehnten auf Anerkennung warten und nicht einmal wissen, nach welchen Maßstäben erneut über ihr Leid entschieden wird. Dafür sich wieder mit den Taten beschäftigen, wieder durch Fragen der Kommission getriggert werden, auf neue Punkte der Richtlinien konzentrieren und sich dabei total mies behandelt vorkommen.

Und ja, die Mitarbeitenden in Fachstellen wirken nach außen sehr verständnisvoll, oft bemüht, meistens sogar freundlich. Sie machen aber genau das, was ihnen vorgegeben wird. Ja, was denn sonst?Im konkreten Ergebnis heißt das: keine Klarheit, keine Sicherheit, keine Entscheidungsperspektive, keine Eigeninitiative!In der Sprache von Arbeitszeugnissen wäre das die Formulierung, die die meisten kennen: „Zeigte sich stets bemüht“.Ein vernichtendes Urteil.

Während überall von Verantwortung, Standards und neuen Verfahren geredet wird, erleben Betroffene vor allem eins: Erneut Stillstand und Missachtung.Unklare Zuständigkeiten, nicht arbeitende Kommissionen, Verfahren im Nebel. Aber nach außen gibt es Pressemitteilungen, Reformrhetorik, Schwurbelstatements, Selbstzufriedenheit und Spesen. Und Fotos aus Hotel-Lobbies und Sitzungsräumen! Viele Fotos!

Merke: Nicht die Betroffenen beschädigen Kirche und Diakonie.Beschädigend und beschämend ist dieses ewige Vertagen, Verwalten, Vertrösten.Das ist keine Aufarbeitung! Das ist ein System, das gelernt hat, Zeit und Verantwortungsdiffusion als bewährte Schutzschilde zu benutzen.

 
Veröffentlicht : 01.02.2026 19:51
LindaBlue hat reagiert
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