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@moderation-1 Meinen ganz langen Beitrag mit der Überschrift Faktencheck
@bienchen730 Es scheint sich um den privaten Account einer gewissen Person zu handeln. Was soll man dagegen tun? Ich poste nirgends etwas außer privat.
@elsa-nicklas-beck die Landesregierung ist die einzige, die behauptet das es das nicht gegeben hätte.
@der-maulwurf Wenn dies der Tatsache entspricht, gibt es nur Eines: Öffentlich widersprechen!
@elsa-nicklas-beck Es geht mir auch nicht darum, dass Sie dagegen etwas tun, denn das ist nicht Ihre Aufgabe. Ich gehe aber auch davon aus, dass Sie und Ihre Kollegen*innen der AGs sich auch privat kennen und auch als Privatperson könnten Sie ja mal nachfragen, sofern Sie weitere Informationen erhalten wollen. War aber nur ein Vorschlag, mehr nicht.
Das ist ein sehr interessantes und oft diskutiertes Thema, da es die Grenze zwischen privater Meinungsäußerung und der Verantwortung, die jemand in einer offiziellen Funktion trägt, berührt. Wenn ein Mitglied eines Gremiums über seinen privaten sozialen Medien-Account Informationen oder Meinungen über das Gremium verbreitet, stellt sich die Frage, inwieweit dies als privat oder als öffentlich betrachtet werden sollte.
Hier sind einige Aspekte, die bei solchen Fällen eine Rolle spielen könnten:
1. Vertraulichkeit von Informationen: Wenn es sich um vertrauliche oder nicht-öffentliche Informationen handelt, die über den privaten Account geteilt werden, könnte das gegen Vereinbarungen oder Regelungen im Gremium verstoßen, auch wenn der Account als „privat“ gilt.
2. Wahrnehmung der Öffentlichkeit: Auch wenn ein Account offiziell privat ist, könnten Follower oder die breite Öffentlichkeit den Account mit dem Gremium in Verbindung bringen, besonders wenn der Gremiumsstatus des Mitglieds öffentlich bekannt ist. Dies könnte dazu führen, dass Aussagen als offizielle Position des Gremiums wahrgenommen werden, auch wenn das nicht beabsichtigt war.
3. Ethik und Verantwortung: Mitglieder von Gremien haben häufig ethische Verpflichtungen, verantwortungsbewusst mit Informationen umzugehen, insbesondere wenn ihre Äußerungen den Ruf oder die Arbeit des Gremiums betreffen könnten. Es kann als unprofessionell oder unangemessen wahrgenommen werden, persönliche Meinungen über soziale Medien zu verbreiten, die die Integrität des Gremiums beeinträchtigen.
4. Rechtliche Implikationen: Je nach Kontext und Land könnten auch rechtliche Fragen relevant sein, insbesondere in Bezug auf Verleumdung, Datenschutz oder den Missbrauch von Informationen, die im Rahmen der Gremienarbeit geteilt wurden.
Diese 4 Punkte müssten geprüft werden.
In solchen Fällen könnte es sinnvoll sein, eine klare Richtlinie für die Nutzung sozialer Medien durch Gremienmitglieder zu haben, um Missverständnisse oder Konflikte zu vermeiden. Auch hier kann man lediglich den entsprechenden Anstoß geben.
@lindablue Hallo, man könnte die Beiträge von bienchen730 und Tim1979, mit deren Erlaubnis, kopieren und mit der Bitte um Prüfung an die Mailadresse des BeFo senden. Am besten die Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt in den CC setzen.
@tim1979 „ Ich schätze Sie und Herrn Zander wirklich sehr und finde als Nichtbetroffener manchen Angriff auf die Betroffenenvertretung unangemessen. Hier aber sollten Sie mE Ihren Standpunkt überdenken.„
Mein Standpunkt hat sich, Dank Ihrer und anderer wertvoller Informationen, tatsächlich geändert!
@elsa-nicklas-beck Vielen Dank für diesen Beitrag! Ich stimme mit allen 4 Punkten überein und halte es in jedem Fall für sehr wichtig, dass sich jedes öffentlich agierende Gremium selbst sogenannte Complianceregeln gibt, nicht zuletzt, um Redlichkeit, Transparenz und (wenn gewünscht) auch Professionalität der Gremienarbeit hervorzuheben.
Grundsätzlich vertrete ich die Meinung, dass jeder Mensch erst einmal das Recht hat, sich in den sozialen Medien mehr oder weniger nach seiner Facon zu äußern. Es gehört aber für mich im Sinne der Transparenz dazu, den jeweiligen Account als Privataccount bzw. als Account in öffentlicher Funktion zu kennzeichnen, damit es eben nicht zu Irritationen (wer schreibt hier eigentlich???) seitens der Leser kommt. Und wenn es sich bei der öffentlichen Funktion um eine so wichtige und gleichermaßen sensible Funktion handelt, dann ist eine klare Abgrenzung einmal mehr nötig, nicht zuletzt auch aus Respekt und Fairness gegenüber z.B. anderen Mitstreitern des Gremium, in dem man öffentlich aktiv ist, die vielleicht eine abweichenden Meinung/Positionierung einnehmen. Der Leser macht sich selten die Mühe, derart zu differenzieren und nimmt im schlechtesten Fall gleich alle aus dem öffentlichen Gremium in Sippenhaft....
@elsa-nicklas-beck Es ist doch so: Da alle Beiträge hier mehr oder weniger im öffentlichen Raum ausgetauscht werden, bin ich sehr sicher, dass etliche Befo-Mitglieder hier sowieso mitlesen (und sei es als Gast) und wenn sie etwas "überprüfen" wollen, dann werden sie es tun oder eben lassen. Meine Beträge sind als meine persönliche Meinung zu verstehen (was ich auch immer deutlich mache) und wenn ich etwas behaupte, dann unterlege ich das mit einer dementsprechenden Quelle/Link aus dem Netz. An Hörensagen beteilige ich mich nicht und ich weiß auch nicht, wer wann was an Gesprächen angeboten hat oder nicht. Darum geht es mir in meinem Faktencheck auch nicht! Mir ging und geht es darum, dass nach meiner Meinung eine Täter-Opfer-Umkehr seitens der Landesregierung stattgefunden hat, die die Presse in genau dem Wording aufgenommen und weiterverbreitet hat. Und wenn selbst ein(e) Person aus dem Befo (ob nun als Privatperson oder in öffentlicher Funktion!) das nicht checkt und/oder vielleicht sogar absichtlich so undifferenziert kolportiert, dann frage ich mich (und auch andere), worum es hier überhaupt geht... Doch um Spaltung??? Nix genaues weiß man nicht....
der mich sehr beeindruckt hat! Tausend Dank für diese sorgfältige und gewissenhafte Darstellung der Fakten!
Die Dopllelung war etwas irritierend, aber nicht schlimm; ich hoffe die Moderation kann es schnell korrigieren, damit es noch mehr Menschen gut lesen können.
@kea Danke für dein wertschätzendes Feedback!
Sehr gerne 🙂
Vielen Dank für Ihre Nachricht und die ausführliche Erklärung. Ich verstehe, dass Sie Ihre Beiträge klar als persönliche Meinungen kennzeichnen, und die Quellen, auf die Sie sich beziehen, transparent machen. Es ist auch nachvollziehbar, dass Sie die Entwicklungen kritisch hinterfragen, insbesondere in Bezug auf die Darstellung von Täter-Opfer-Verhältnissen durch die Landesregierung und deren Auswirkungen in den Medien.
Gleichzeitig möchte ich darauf hinweisen, dass, auch wenn Jemand seine Beiträge als private Meinung darstellt, die öffentliche Wahrnehmung nicht immer klar zwischen privat und öffentlich unterscheidet – insbesondere wenn ein Gremiumsmitglied oder eine Person in einer öffentlichen Funktion beteiligt ist. Die Tatsache, dass der öffentliche Raum so durchlässig ist, führt oft dazu, dass Aussagen, die als persönliche Meinungen formuliert sind, trotzdem eine gewisse Wirkung oder Ausstrahlung auf die Wahrnehmung der Institutionen haben können.
Das bedeutet nicht, dass man nicht äußern sollte, aber es ist wichtig, die potenziellen Auswirkungen zu bedenken. Es könnte sinnvoll sein, wenn man als Gremium eine klare Richtlinie zum Umgang mit solchen Themen in öffentlichen und privaten Kanälen entwickeln, um Missverständnisse zu vermeiden.
Letztlich bleibt es natürlich jedem selbst überlassen, wie er sich in sozialen Medien äußert, aber der Umgang mit heiklen Themen erfordert manchmal mehr Sensibilität, besonders wenn es um komplexe politische oder gesellschaftliche Fragen geht.
Daher halte ich den wertvollen und informativen Austausch, hier bei BeNe, für besonders wichtig. Er hat mir geholfen, meine Meinung in vielen Punkten zu überdenken.
@elsa-nicklas-beck Genau das, was du schreibst, habe ich in meinen beiden Posts zu dem Thema auch geschrieben und sehe es genau so!