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AG BeNe

Anerkennungsleistungen

35 Beiträge
12 Benutzer
21 Likes
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(@moderation3)
Beiträge: 10
Mitglied Admin
Themenstarter
 
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Liebe Betroffene in der EKD, wer hat Lust, mal von seinen/ihren Erfahrungen mit den Anerkennungsleistungen zu erzählen? Wie ist es euch bei der Antragsstellung gegangen? Wie waren die Kontakte mit der Kommission? Fühlt ihr euch mit dem ausbezahlten Betrag ausreichend anerkannt? Und vielleicht möchtet ihr noch anderes berichten?


 
Veröffentlicht : 08.10.2024 7:01
(@britta)
Beiträge: 1
 
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Gestern hat mein Mann in der EKiBa eine Ablehnung seines Anerkennungsantrages erhalten. Seine Darstellung der sexualisierten Gewalt sei nachträgliche Interpretation des Geschehenen, die eine bloße Deutung durch den Therapieprozess sei. Es fehle trotz der Darstellung von Bedrängnis, Atemnot, Ekel, schlechten Geruchserinnerungen und eklatanten psychischen Folgen bei meinem Mann "objektiv an jeglichem Anhaltspunkten für sexualisierte Gewalt".

Es ist ein absoluter Schlag für ihn und für uns. Disclosing-Prozess meines Mannes als nachträgliche Interpretation einer angeblich harmlosen Situation. Die Wahrnehmung des damals 7jährigen Kindes wird ausgeschlagen und abgewertet.

Wer also in der EKiBa einen Anerkennungsantrag stellt, muss wissen, dass es juristisch sichere Beweise braucht. Stückweise Erinnerungen im Therapieprozess und langfristige Folgen reichen für die Anerkennung nicht aus.


 
Veröffentlicht : 08.10.2024 13:34
(@naja)
Beiträge: 3
 
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@britta das ist echt fürchterlich, sollte es doch eigentlich schon besser laufen und Menschen, die in den Kommissionen sitzen mehr Traumaverständnis haben. Es soll neue Verfahren geben im nächsten Jahr, mit einheitlichen Standards in den Landeskirchen, vielleicht kann dein Mann dann seinen Antrag noch einmal prüfen lassen, wenngleich ich verstehen kann, dass dieser Weg echt hart ist. Aber die Institution so da durchkommen zu lassen ist bestimmt etwas, womit die auch rechnen. Weil es einfach unzumutbar ist für Betroffene den Antrag neu zu stellen. Ich würde auf jeden Fall einen Widerspruch einreichen. Viel Kraft auf jeden Fall.


 
Veröffentlicht : 08.10.2024 14:25
Britta hat reagiert
(@walter)
Beiträge: 80
 
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Dieses kuscheliges

" Anerkennung des Leides"

Das ist eine Entschädigung für schlimme Verbrechen.

Die Stadt München zahlt für ca 170 Betroffene 35 000 000.-€ Euro

Und die Kirche und Diakonie?


 
Veröffentlicht : 29.10.2024 15:18
Vertuschung-beenden Official
(@vertuschung-beenden-official)
Beiträge: 244
 
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Hallo!

Zu der Frage wie viel Diakonie und Kirche zahlen kann ich unsere passende Podcast-Episode empfehlen:

https://vertuschung-beenden.de/vb009-anerkennungszahlungen/

einen passenden Blogbeitrag haben wir auch:

https://vertuschung-beenden.de/anerkennungszahlungen-willkuer-nach-gutduenken/

Viele Grüße vom Team von Vertuschung beenden!


 
Veröffentlicht : 29.10.2024 15:39
NinaBayern hat reagiert
Vertuschung-beenden Official
(@vertuschung-beenden-official)
Beiträge: 244
 
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Hallo Zusammen!

Unsere aktuelle Podcast-Episode geht erneut auf das Thema ein. Es geht darum, wie die Anhörung bei einer Anerkennungskommission abgelaufen ist.

https://vertuschung-beenden.de/vb011-anhoerung-bei-der-anerkennungskommission/

Viel Spaß beim Hören!

Das Team von Vertuschung beenden


 
Veröffentlicht : 05.11.2024 13:45
(@hamburger)
Beiträge: 4
 
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@walter

Für vermutlich die meisten von uns waren die erfahrenen Gewalttaten lebensverändernd - im Sinne einer 90 Grad Kurve. Auf einmal hat das Leben eine Richtung eingeschlagen, die wir nicht wollten. Über die man keine Kontrolle hatte. Ich hätte studieren können und eine Familie gründen, wenn mir nicht passiert wäre, was mir passiert ist. Stattdessen dümpel ich nun in einem Niedriglohnjob herum, den ich gerade so schaffe, trotz maximaler psychotherapeutischer und psychiatrischer Versorgung.

Die von den Tätern im Schutz der EKD gestohlene Lebensqualität kann man nur durch finanzielle Mittel wiederherstellen. Und auch wenn mir die Zahl mehr intuitiv in den Sinn kommt, als das es eine sachliche Grundlage dafür gäbe: unter 250.000 – 500.000 EUR brauchen wir gar nicht anfangen zu diskutieren.

Ich werde keine Rente haben. Ich kann fast nie in den Urlaub fahren. Ich habe hohe Kosten für meine gesundheitliche Versorgung. Das muss eine Entschädigungszahlung alles auffangen. Ich bin mir sicher, vielen hier geht es ähnlich.

Und by the way:

Wer sagt, die Kirche habe nicht genug Geld, den kann ich nur auslachen. Die EKD hat genug Geld. Und wenn man es WIRKLICH ernst meint, mit dem Übernehmen von Verantwortung, dann verkauft man halt ein paar der reichlich vorhandenen Grundstücke und zahlt damit die Opfer aus.

„Wir müssen uns darauf einstellen, eine kleinere und auch ärmere Kirche zu werden“, so oder so ähnlich hat die Bischöfin Kerstin Fehrs neulich die neuen Austrittszahlen kommentiert – für mich klingt das, als wolle man schon mal vorab sagen „Hach, wir haben ja so wenig Geld“.

Momentan, übernimmt die EKD keine Verantwortung. Sie tut nur so. Die Kirche versucht ihren Reichtum und damit ihre Macht zu bewahren.

Reichtum.

Ich bin kein Christ, aber war da nicht mal was mit Nadelöhr und Kamelen?

Kämpfen wir gegen die Blockadehaltung der evangelischen Kirchen!


 
Veröffentlicht : 08.11.2024 18:07
(@pimpinella)
Beiträge: 190
 
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Meinen Antrag habe ich Mitte Dezember gestellt. Vor über 4 Wochen hätte die Kommission tagen sollen. Die Zeit zwischen Antragstellung (der Antag hat mich enorm viel Kraft gekostet!!) und dem anvisierten Beratungstermin war für mich eine lange Zeit mit vielen schlaflosen Nächten. Immerhin, in Anschluss des Termins, bei dem mein "Fall" hätte besprochen werden sollen, hätte ich sofort Bescheid bekommen sollen. So war es angekündigt worden. Das klang zunächst nach einer guten Kommunikation. Dann kam der Termin und es passierte NICHTS. Mehrere Wochen später fragte ich nach. Darauf kam die Antwort, der Termin sei ausgefallen aufgrund von Krankheit. Dieses mir mitzuteilen befand man offensichtlich nicht für nötig. Der Ersatztermin 1 Monat nach dem 1. Termin ist wieder verstrichen. Wieder die Ankündigung, ich bekäme sofort Bescheid. Wieder NICHTS.

Meiner Bitte an die Fachstelle, meine E-Mail einer weiteren Betroffenen im selben Tatkontext mitzuteilen, damit diese auf mich zukommen kann, wenn sie dies möchte, wird nicht nachgekommen. Stattdessen wird auf BeNe verwiesen, wo ich mich vernetzen könne. Ob dort klar ist, dass man dies bei BeNe gerade nicht kann, da es die privaten Foren nicht gibt?

Weitere Fragen blieben unbeantwortet.

Mehr möchte ich hier in der Öffentlichkeit nicht schreiben.



 
Veröffentlicht : 03.03.2025 20:42
Kea und LindaBlue haben reagiert
(@pimpinella)
Beiträge: 190
 
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@heimschule76 Danke Dir!


 
Veröffentlicht : 03.03.2025 20:55
(@lindablue)
Beiträge: 13
 
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@pimpinella Es ist so erschütternd. Man hört immer wieder das Gleiche. Und dann immer die Worte der Kirche, jetzt würde sich alles ändern. Immer diese "Gedankenlosigkeiten", dieses Nicht-Kommunizieren, Nicht-Informieren, dass Betroffene immer wieder nachhaken müssen. Es ist einfach nur traurig.


 
Veröffentlicht : 04.03.2025 13:21
Pimpinella hat reagiert
(@pimpinella)
Beiträge: 190
 
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@bienchen730 Danke für deine lange Antwort, ja zunächst hatte das alles recht gut begonnen. Die Plausibilitätssprüfung war eh schon abgeschlossen, man hatte gegenüber dem Täter im Rahmen des Möglichen reagiert. Die Kommunikation mir gegenüber war sachlich freundlich. Später dann durch eine andere Person fast schon zu freundlich bzw. zu persönlich. Von Seiten der Kirche wünsche ich mir eine, ich nenne es mal "freundliche Distanz", Professionalität, Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit in der Kommunikation. Alles andere kostet unnötig Kraft.


 
Veröffentlicht : 04.03.2025 19:18
Kea hat reagiert
Vertuschung-beenden Official
(@vertuschung-beenden-official)
Beiträge: 244
 
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@bienchen730 guter Hinweis! Tatsächlich sind auch uns solche Schreiben mit solchen Angeboten von Anwälten und Anwältinnen bekannt, die bei Betroffenen ins Haus geflattert sind.


 
Veröffentlicht : 06.03.2025 12:53
Vertuschung-beenden Official
(@vertuschung-beenden-official)
Beiträge: 244
 
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@bienchen730 keine Ahnung wo die das het bekommen haben...


 
Veröffentlicht : 06.03.2025 13:43
(@Anonym 95)
Beiträge: 35
 
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@lindablue Du fasst in Worte, was ich schon länger fühle. „Gedankenlosigkeiten“ und fehlende Kommunikation & Information sind mir auf meinem Weg zur Anerkennungsleistung und auch danach immer wieder begegnet. Insbesondere die „Gedankenlosigkeiten“, die trotz vermutlich fehlender böser Absicht dennoch ihre Wirkung nicht verfehlen, lassen mich immer wieder den Kopf schütteln …und auch ärgerlich werden. Den E-Mail-Verkehr mit der Kommission (konkret mit der einen für die Kommunikation beauftragten Person) empfinde ich als nervenaufreibend: deutlich verzögerte Reaktionen, kein Wort zu viel, interpretationsoffene Aussagen. Mir ist schleierhaft, wie bei der Auswahl der für den Kontakt mit den Betroffenen zuständigen Person deren Kommunikationskompetenzen außer Acht gelassen werden können.


 
Veröffentlicht : 06.03.2025 15:48
(@tim1979)
Beiträge: 234
 
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@heimschule76 Höre den Podcast ( VB030 Gespräch mit der Fachanwältin für Strafrecht Martina Lörsch ) auch gerade, war mir vorhin gar nicht bewusst, dass es sich um die Mitautorin des "Ahrensburggutachtens" handelt. Die Untersuchung ist hier einsehbar: nordkirche-untersuchungsbericht.pdf


 
Veröffentlicht : 06.03.2025 16:18
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