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In eigener Sache: Zwischen persönlichem Austausch und institutioneller Rolle- ein schwieriger Balanceakt

51 Beiträge
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(@Anonym 28)
Beiträge: 252
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Ich bin mehrfach gefragt worden, in welcher Eigenschaft ich hier bin - als Mitglied des BeFo, als Mitglied der AG, oder als Privatperson.

Mein Wunsch war es als Betroffene in den Austausch zu gehen. Doch häufig vermischen sich meine Rollen, was für mich sehr herausfordernd ist.

Meine zeitlichen Ressourcen sind begrenzt und meine Aufgaben vielfältig.

Wenn es nicht möglich ist, hier als Privatperson mit einer gewissen Expertise mitzuwirken, ohne das meine anderen Funktionen ständig im Vordergrund stehen, werde ich meine Teilnahme in BeNe überdenken müssen.

 
Veröffentlicht : 16.03.2025 10:38
HeimschuleKind hat reagiert
(@tim1979)
Beiträge: 205
 
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Liebe Frau Nicklas-Beck,

vielen Dank für die offenen Worte. Ich würde das sehr bedauern und hoffe durch meine Anmerkungen zu URAK Niedersachsen nicht der Anlass gewesen zu sein.

Viele Grüße

Tim

 
Veröffentlicht : 16.03.2025 12:26
(@Anonym 28)
Beiträge: 252
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@tim1979 Ablosutes und ehrliches NEIN!!! Es macht mir Freude Ihre Beiträge zu lesen!

 
Veröffentlicht : 16.03.2025 12:29
HeimschuleKind und Tim1979 haben reagiert
(@dieter)
Beiträge: 24
 
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@elsa-nicklas-beck Liebe Frau Niklas Beck

Ich sehe die Sache etwas anderst als Sie. Als Betroffener sage ich Ihnen, dass Sie nicht so einfach hier im Forum NUR als Privatperson und nicht als Mitglied des BEFO auftreten sollten und können. Ihr, die Mitglieder der Betroffenenvertreter in der Befo habt eine Verantwortung für euer Tun und Handeln auch den Betroffenen gegenüber. Wenn Sie aber nun hergehen und sagen, dass Sie hier im Forum nur als Privatperson sind, so bin ich der Meinung stehlen Sie sich aus der Verantwortung. Ich bin der Meinung, dass Sie damit den Betroffenen schaden tun, und das finde ich nicht gut. Offensichtlich haben Sie es als Betroffenenvertreter in der Befo immer noch nicht verstanden, dass Sie mit Kritik der Betroffenen umgehen und auch auseinandersetzen müssen. Ich als Betroffener werfe euch in der Befo z.b. vor, dass Ihr Euch beim Thema einheitliches Verfahren der Anerkennungsleistungen und dem Sockelbetrag von gerade einmal 15 000 € von den Kirchenvertretern habt böse über den Tisch ziehen lassen, und es ist euch einfach egal, dass Ihr mit diesem Verhalten Tausende Betroffene zutiefst geschädigt habt. Ich habe eigentlich bisher immer geglaubt, dass es unter den Betroffenen so etwas wie Moral und Kampfgeist geben sollte, und gerade Betroffenenvertreter in der Befo, die sich ja auch öffentlich damit brüsten für andere Betroffene Gerechtigkeit zu erlangen, gerade von diesem Betroffenenvertreter erwarten Betroffene, das sie an der Seite der Betroffenen stehen und nicht auf Seite der EKD.

Und nun noch eine persönliche Frage:

Wie könnt Ihr es rechtfertigen, dass ich als Betroffener (und auch die anderen Betroffenen) für jahrelangen schwersten Missbrauch und Misshandlung gerade einmal 15 000 € erhalten soll, während zum Beispiel Betroffene der Katholischen Kirche hierfür mittlerweile bis zu 380 000 € als Anerkennungsleistung erhalten haben.

 
Veröffentlicht : 16.03.2025 16:10
Diftele hat reagiert
(@Anonym 28)
Beiträge: 252
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@dieter

Ich verstehe Ihre Kritik und Ihre Enttäuschung über den Umgang mit der Anerkennungsleistung und anderen Themen. Es ist offensichtlich, dass hier tiefe Verletzungen und berechtigte Forderungen im Raum stehen. Dennoch möchte ich darauf hinweisen, dass meine Teilnahme in diesem Forum tatsächlich als Privatperson erfolgt. Natürlich kann ich meine Rolle und meine Verantwortung nicht einfach ablegen, aber es gibt einen Unterschied zwischen offiziellen Verhandlungen und einer persönlichen Diskussion in einem Forum.

Was die Verhandlungen mit der EKD und der Diakonie betrifft: Ich teile Ihre Ansicht, dass eine höhere Anerkennungsleistung gerechtfertigt wäre, und hätte mir ebenfalls gewünscht, dass die ursprünglich vorgeschlagenen 25.000 Euro durchsetzbar gewesen wären. Leider sind wir – wie Sie selbst anmerken – hier auf harte Grenzen gestoßen. Dass die katholische Kirche in einem Einzelfall bis zu 380.000 Euro gezahlt hat, zeigt, dass es durchaus andere Möglichkeiten gibt. Ob und wie sich das auch für Betroffene in der evangelischen Kirche umsetzen lässt, ist eine berechtigte Frage, die weiterhin diskutiert werden muss.

Ich nehme Ihre Kritik ernst und kann Ihren Frust nachvollziehen. Gleichzeitig bitte ich darum, zu respektieren, dass nicht jede Beteiligung in einem Forum automatisch eine offizielle Stellungnahme oder eine Verantwortung im Namen einer Organisation bedeutet. Kritik ist wichtig, aber genauso wichtig ist ein konstruktiver Dialog darüber, wie wir gemeinsam Verbesserungen erreichen können.

 
Veröffentlicht : 16.03.2025 17:19
Diftele
(@diftele)
Beiträge: 55
 
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@elsa-nicklas-beck

Und ich schreibe heute als Vegetarier!

 
Veröffentlicht : 16.03.2025 17:23
(@Anonym 28)
Beiträge: 252
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@diftele Danke für Deinen Kommentar. Ich habe genau diese Reaktion von Dir erwartet - sie überrascht mich also nicht. Trotzdem finde ich es problematisch, dass Du mit Deiner Aussage eine große Gruppe von Menschen ausgrenzt. Mein Standpunkt bleibt davon unberührt, aber ich finde es schade, dass Du anderen Perspektiven so wenig Raum gibst.

P.S. Das „Du“ benutzen wir ja sonst auch 😉

 
Veröffentlicht : 16.03.2025 17:33
Diftele
(@diftele)
Beiträge: 55
 
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@elsa-nicklas-beck

„P.S. Das „Du“ benutzen wir ja sonst auch 😉“

Da gibt es wohl kein zurück mehr! 😂

 
Veröffentlicht : 16.03.2025 17:41
(@frank-werner)
Assistiertes Profil
Beiträge: 44
 
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Hallo Frau Nicklas-Beck,

ich bin auch der Meinung, dass Sie hier im Forum sowohl als Privatperson als auch als Betroffenenvertreterin auftreten sollten. Das ist natürlich ein schwieriges Spannungsfeld, wo man auch harte Kritik von Betroffenen aushalten muss. Die erreichten Kompromisse in den Gremien wirken auf mich als Betroffener oft als eine Niederlage bzw. einknicken gegenüber der EKD/Diakonie. Ich persönlich habe ein sehr ungutes Gefühl, dass der nächste Schock für die Betroffenen die Veröffentlichung der neuen Anerkennungsrichtlinie mit sich bringen wird. Die Erwartungshaltungen auch bei mir sind sehr hoch, vor allem was das Thema "angemessene Höhe der Entschädigungsleistungen" angeht. Das ist von mir nur eine Einschätzung, die in meinen bisherigen negativen Erfahrungen mit Diakonie gründet.

 
Veröffentlicht : 16.03.2025 17:42
(@Anonym 28)
Beiträge: 252
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@diftele Deine/Ihre Entscheidung 😉

 
Veröffentlicht : 16.03.2025 17:42
BetroffenInBerlin
(@betroffeninberlin)
Beiträge: 26
 
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Sehr geehrte Frau Nicklas-Beck,

ich kann gut verstehen, dass es immer wieder zu Irritationen und Vermischung Ihrer verschiedenen Rollen kommt - auf allen Seiten.

Ich finde jedoch, dass Ihnen als Privatperson (zumal als Betroffene!) zusteht, privaten Austausch auf BeNe zu pflegen. Der Wunsch anderer Betroffener nach Austausch mit einem BeFO-Mitglied sollte m.E. nicht Ihrem Bedürfnis nach privatem Austausch übergeordnet werden. Die Grenze, die Sie nun so klar formuliert haben, ist m.E. unbedingt zu respektieren.

 
Veröffentlicht : 16.03.2025 17:46
(@Anonym 28)
Beiträge: 252
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@frank-werner Danke für Ihre Rückmeldung und Ihre Einschätzung. Ich verstehe, dass die Kompromisse, die in den Gremien erreicht werden, aus der Perspektive der Betroffenen oft als unzureichend oder gar als Niederlage empfunden werden.

Allerdings möchte ich klarstellen, dass ich hier nicht gleichzeitig in zwei verschiedenen Rollen auftreten kann - sowohl als Privatperson als auch als Mitglied des BeFo..

In meiner Funktion im BeFo unterliege ich der Schweigepflicht, was bedeutet, dass ich mich zu bestimmten Themen nicht öffentlich äußern kann.Natürlich berücksichtige ich das auch als Privatperson, aber in dieser Rolle darf ich mich anders positionieren.

Ich teile die Sorge das die Veröffentlichung der neuen Anerkennungsrichtline viele Emotionen und Diskussionen auslösen wird, insbesondere in Bezug auf die Höhe der Entschädigungsleistung. Es bedarf unbedingt einer guten Erklärung über den Inhalt dieser Richtlinie.

Die Erwartungshaltungen sind verständlicherweise hoch, und die bisherigen Erfahrungen ganz vieler Betroffener mit der Diakonie spielen dabei eine ganz große Rolle.

Ich hoffe, dass wir trotz aller Spannungsfelder weiterhin in konstruktiven Austausch bleiben können.

 
Veröffentlicht : 16.03.2025 18:01
Frank-Werner hat reagiert
(@Anonym 28)
Beiträge: 252
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@betroffeninberlin Vielen Dank für Ihr Verständnis!

 
Veröffentlicht : 16.03.2025 18:02
Diftele
(@diftele)
Beiträge: 55
 
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@elsa-nicklas-beck

Vorschlag zur Güte: Lege Dir doch als Privatperson einen Nicknamen zu, so wie jeder hier! Und wenn die Elsa postet, dann ist es eben ein Gruß aus dem Befo!

 
Veröffentlicht : 16.03.2025 18:06
(@Anonym 28)
Beiträge: 252
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@diftele ich antworte mal typisch norddeutsch: Nö😉

 
Veröffentlicht : 16.03.2025 18:08
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