Die verdammte Macht der Kirche
 
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Die verdammte Macht der Kirche

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(@walter)
Beiträge: 69
Themenstarter
 
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Thema vor ein paar Wochen und Tutzing....

Wir die Betroffenen der Kirche und Diakonie machen es der Kirche leicht...da wird gestritten, verleugnet, gehetzt, jeder gegen jeden nur nicht gegen Kirche und Diakonie. Demo bei der Synode 12, zwölf !! Betroffene schlimmer Verbrechen. Was könnte man erreichen wenn 1000 Betroffene dort stehen, was könnte man erreichen bei Zusammenhalt der Betroffenen? Aber nur eine Fiktion...jeder will sein eigenes Süppchen kochen , zum Wohle der Kirche und der Diakonie.

 
Veröffentlicht : 27.03.2025 6:45
Jeanne V.
(@jeanne-v)
Beiträge: 151
 
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Die nächste EKD Synode ist in Dresden im November

 
Veröffentlicht : 27.03.2025 7:17
HeimschuleKind
(@heimschulekind)
Beiträge: 215
 
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Guten Morgen Walter

Du hast Recht mit Deiner These., Wir müssen akzeptieren, dass nicht alle Betroffenen (gerade die Heimkinder) als solche sich in der Öffentlichkeiten zu erkennen geben WOLLEN oder KÖNNEN.

Insofern ist die Menge der sehr offen Beiträge hier auf dieser öffentlichen Plattform schon bemerkenswert. Chapeau!

Und ja, es geht erstmal um die eigenen Ziel von Betroffenen, sei es (finanzielle) Anerkennung, Dokumentieren des geschehenen Unrechts bis hin zu bereits erlebten "Rachefeldzügen" gegen Vertreterinnen der ev. Kirche. Alles nachvollziehbar und zu akzeptieren.

Meine persönliche Meinung

"Teile und Herrsche" kannten schon die alten Römer und was uns in der ev. Kirche als Demokratie verkauft wird, ist Rollenkonfusion und Verantwortungslosigkeit, also genau die Basis für dieses "Divide et Impera".

Ich bin froh und dankbar, dass sich engagierte Gruppierungen ausserhalb der Kirche gebildet haben, die auf das brisante Thema öffentlich aufmerksam machen und die ergriffenen kirchlichen Maßnahmen kritisch, aber sachlich nachvollziehbar kommentieren. Geht leider nicht anders!

Und zurück zu Deinem Beitrag: Ja, den wahren "Feind" MUSS man kennen, um ihn wirkungsvoll zu bekämpfen. Und ich stelle mir vor meinen Beiträgen oft die Frage der Fragen aus der Soziologie: "Was bringt das für Mich, was bringt das dann der gemeinsamen Sache?"

Sorry, für die aggressive Wortwahl in diesem Kommentar, aber wie sagt schon Paulus aus der Bibel im übertragenen Sinne so treffend:

"Denn wir kämpfen nicht gegen Menschen, sondern gegen Mächte(!) und Gewalten des Bösen ..."

 
Veröffentlicht : 27.03.2025 7:38
Walter und Bienchen730 haben reagiert
(@bienchen730)
Beiträge: 349
 
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@heimschulekind ... und aus dem, was Einzelne mühsam für sich erkämpfen, resultieren nicht selten auch positive Veränderungen für andere. Insofern ist jeder Einzelkampf auch immer ein Kampf für alle Betroffenen.

 
Veröffentlicht : 27.03.2025 7:51
BetroffenInBerlin, Kea, HeimschuleKind und 1 Mitglieder haben reagiert
HeimschuleKind
(@heimschulekind)
Beiträge: 215
 
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Guten Morgen @bienchen730

Während ich "mir hier einen abbreche", um Sachverhalte klar und nachvollziehbar darzustellen, sagst Du es kurz und knapp mit einem passenden Satz:

Insofern ist jeder Einzelkampf auch immer ein Kampf für alle Betroffenen.

Deshalb Danke für den Hinweis, das gefällt mir 👍

 
Veröffentlicht : 27.03.2025 8:09
BetroffenInBerlin und Pimpinella haben reagiert
(@bienchen730)
Beiträge: 349
 
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@heimschulekind Guten Morgen Heimschulkind! Deine Nachricht rührt mich wirklich, danke dafür! Mein kurzer Satz ist als Ergänzung zu deinem (wie immer) wertvollen Beitrag zu verstehen, insofern ist das eine Gemeinschaftsarbeit! Und das gefällt MIR!

 
Veröffentlicht : 27.03.2025 8:22
HeimschuleKind hat reagiert
Kea
(@kea)
Beiträge: 66
 
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Ich bin der Meinung, Demonstrationen müssten eigentlich direkt aus dem Befo kommen und von dort aus organisiert werden.

Meine Vorstellung eines Befos ist aber auch generell eine andere, eher angelehnt an gewerkschaflicher Arbeit und/oder starker Betriebsrätearbeit.

Die Vorstellung, Betroffene außerhalb sollten sich u.a. mit Demonstrationen Gehör verschaffen, entlarvt das Befo noch mehr als EKD-Gremium, das eben EKD-Interessen durchsetzt und nicht parteiisch für Betroffenenrechte kämpft.

Die Demonstration in Würzburg von Vertuschen beenden fand ich großartig! Und sie hat mAn sichtbar sehr viel bewirkt.

Meiner eigenen Erfahrung nach, ist es auch nicht unbedingt die Anzahl der Demonstrierenden, die für Erfolg sorgt.

PS: Ich selbst bezeichne die EKD und Diakonie nicht als Feind. In meinem persönlichen Anerkennungsfall waren sie einfach die gegnerische Partei, wie in Gerichtsverfahren ja auch als Bezeichnung üblich.

 
Veröffentlicht : 27.03.2025 9:19
Bienchen730 und HeimschuleKind haben reagiert
Jeanne V.
(@jeanne-v)
Beiträge: 151
 
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@kea

In Würzburg waren noch mindestens zwei selbstorganisiert angereiste einzelne Demonstranten, mit selbst angemeldeter Demo (die Auflagen/Vorgaben in Deutschland sind irre)

und auch Vertuschung beenden.

Da die Grundinteressen dieselben sind, standen die meisten zusammen.

Rezipiert und publiziert wurde es als Demo von...

Das wurde auch bei der Erwähnung später durch die Sprecherin vor der Synode nicht explizit benannt.

Es sind einzelne Menschen auf eigenes Risiko mit Gesicht in die Öffentlichkeit getreten!

Siehe Anmerkungen: Betroffene und Öffentlichkeit und Kraft und Verzweiflung - und Mut: ich kann von mir aus nur sagen: ich habe NICHTS mehr zu verlieren!

Ausser: ich lasse nicht weiter zu, dass unter den Teppich gekehrt wird!

  • Täter und Bystander müssen zur Verantwortung gezogen werden! Und Betroffene gehören adäquate entschädigt. Und es bedarf adäquate Beteiligungsformen!
 
Veröffentlicht : 27.03.2025 9:36
Kea, Walter, Bienchen730 und 1 Mitglieder haben reagiert
HeimschuleKind
(@heimschulekind)
Beiträge: 215
 
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Guten Morgen @kea

Die Vorstellung, Betroffene außerhalb sollten sich u.a. mit Demonstrationen Gehör verschaffen, entlarvt das Befo noch mehr als EKD-Gremium, das eben EKD-Interessen durchsetzt und nicht parteiisch für Betroffenenrechte kämpft.

Ich hatte anfangs das #BeFo auch als Betroffenenforum missverstanden, aber es ist ja ein #Beteiligungsforum!

Aufgrund der Besetzung, Berufung, Ausstattung und der Zielsetzung IST das BeFO m. E. ein eindeutig Teil der EKD-Organisation!

Das zeigte sich u.a. in BeNe-Beiträgen an ganz vielen Einzeldetails und auch rechtlich werden die Betroffenen im BeFo laut einzelner Aussagen sinngemäß als "Mitarbeitende" eingestuft (-> "Schweigepflicht")!

Die Demonstration in Würzburg von Vertuschen beenden fand ich großartig! Und sie hat mAn sichtbar sehr viel bewirkt.

Finde ich auch klasse, denn das mediale Interesse war da und "das ist der Weg"!

 
Veröffentlicht : 27.03.2025 9:46
Kea, BetroffenInBerlin und Bienchen730 haben reagiert
(@tim1979)
Beiträge: 205
 
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@kea

Liebe Kea,

vielen Dank für die Anmerkungen. Die Kritik an der Schwerfälligkeit des BeFo kann ich nachvollziehen und was "Vertuschung beenden" auf die Beine stellt, finde ich quantitativ und qualitativ (jede Woche ein substantieller Podcast etc.) großartig.

Allerdings ist es auf Grund der Zusammensetzung des BeFos systemisch logisch, dass da keine kirchenkritischen Aktion gefahren werden können. Nach dem Scheitern der dualistischen Struktur von Beauftragten- und Betroffenenbeirat hat man sich ja jetzt bewusst für die monistische Struktur entschieden.

Eine gewählte Betroffenenvertretung, wie von "Vertuschung beenden" vorgeschlagen, könnte die Betroffeneninteressen sicherlich besser artikulieren. Ich habe aber meine Zweifel, ob dann tatsächlich schon mehr umgesetzt worden wäre.

Viele Grüße

Tim

 
Veröffentlicht : 27.03.2025 10:26
Kea und HeimschuleKind haben reagiert
Vertuschung-beenden Official
(@vertuschung-beenden-official)
Beiträge: 272
 
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@jeanne-v Das können wir bestätigen. Zur EKD-Synode in Würzburg haben sich verschiedene Betroffenen zusammengefunden um zu demonstrieren - Betroffene die sich bei Vertuschung beenden engagieren waren natürlich auch da - aber auch Betroffene die sich anderweitig organisiert hatten. An diese Betroffenen: Vielen dank dafür!

 
Veröffentlicht : 27.03.2025 11:00
Bienchen730, Kea, HeimschuleKind und 1 Mitglieder haben reagiert
(@bienchen730)
Beiträge: 349
 
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Guten Morgen an alle. Ich finde, dieser Artikel passt gut zu diesem Thema (Macht der Kirche...), denn die Macht bröckelt.

https://katholisch.de/artikel/60473-wieder-mehr-protestanten-als-katholiken-verliessen-ihre-kirche

 
Veröffentlicht : 28.03.2025 5:57
HeimschuleKind hat reagiert
Kea
(@kea)
Beiträge: 66
 
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@jeanne-v

Vielen Dank für die Erklärung zu der/den Demos. Das wusste ich nicht. Und natürlich gebührt euch die gleiche Würdigung für dieses klasse Engagement. In der Presse werden ja meist leider Personen/Inis benannt, die einen höheren Wiedererkennungswert haben, dabei fällt vieles leider hinten runter oder bleibt mal wieder unsichtbar (oder ich habe es einfach nicht mitbekommen). Ich finde es auch sehr mutig, sich mit Gesicht und Namen zu zeigen, das können leider viele aus guten Gründen nicht leisten.

 
Veröffentlicht : 28.03.2025 7:29
HeimschuleKind und Bienchen730 haben reagiert
Kea
(@kea)
Beiträge: 66
 
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@vertuschung-beenden-official

Danke für die Ergänzung.

 
Veröffentlicht : 28.03.2025 7:31
HeimschuleKind hat reagiert
Kea
(@kea)
Beiträge: 66
 
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@tim1979

Lieber Tim,

danke für Deine Antwort! Ich hoffe, es wirkt nicht zu zerstückelt, wenn ich im Einzelnen darauf eingehe:

"Allerdings ist es auf Grund der Zusammensetzung des BeFos systemisch logisch, dass da keine kirchenkritischen Aktion gefahren werden können."

> es ist systemisch gewollt und von "Kirche" in dieser Struktur entwickelt worden, um Deutungshoheit zu gewährleisten.

> ich sehe die Aktionen gar nicht primär als kirchenkritisch, es ginge in den Aktionen, die ich mir vorstelle, um die Stärkung der Rechte Betroffener gegenüber Kirche und Diakonie. Betroffene sind Teil der EKD (ich zum Beispiel) und sie sind nicht Teil der EKD, das ist und darf nicht maßgeblich für den Kampf um Anerkennung sein.

"nach dem Scheitern der dualistischen Struktur von Beauftragten- und Betroffenenbeirat hat man sich ja jetzt bewusst für die monistische Struktur entschieden."

> Ja, dies ist ja von Beginn an Teil der Kritik Betroffener: wieso, weshalb, warum z.B. Betroffene nicht über Wahlen oder zumindest irgendwie partizipativ eingebunden waren.

"Eine gewählte Betroffenenvertretung, wie von "Vertuschung beenden" vorgeschlagen, könnte die Betroffeneninteressen sicherlich besser artikulieren."

> ich kann nur für mich sprechen: um herauszufinden, was Betroffene hier wollen, müssten sie mAn einfach mal gefragt werden. Aktivierende Befragungen zur Erhebung der Interessen von Betroffenen bezüglich z.B. der Struktur des Befo und andere, sie betreffende, Themen. Das kann man auch mal als Job an Studierende geben.

> Für mich persönlich ist eine gewählte Betroffenenvertretung grundsätzlich eine Voraussetzung,

"Ich habe aber meine Zweifel, ob dann tatsächlich schon mehr umgesetzt worden wäre."

> die ihren Wert unabhängig ihrer eventuell erzielten Erfolge in sich trägt. Der Wert heißt Demokratie. Dass diese auch untergehen kann, erleben wir ja gerade.

Viele Grüße,

Kea

 
Veröffentlicht : 28.03.2025 8:08