Wie hast du deine Gewalterfahrungen verarbeitet?
 
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Wie hast du deine Gewalterfahrungen verarbeitet?

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14 Beiträge
7 Benutzer
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1,050 Ansichten
(@sommer61)
Beiträge: 11
Themenstarter
 
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Welche Wege, Angebote gibt es um die Gewalttaten zu verarbeiten und anzunehmen.

Welche Angebote gibt es, dass mein Trauma nicht mehr mein Leben und Alltag bestimmt.

 
Veröffentlicht : 25.10.2024 17:45
(@Anonym 28)
Beiträge: 252
 
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@sommer61 Ich habe super Erfahrungen mit der Traumatherapie und dort speziell mit dem imaginativen Überschreiben gemacht.

 
Veröffentlicht : 25.10.2024 18:12
Bienchen730 hat reagiert
(@grischka)
Beiträge: 7
 
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Ich habe auch mit Traumatherapie gute Erfahrungen gemacht. Musste aber erstmal in eine Klinik, um im Alltag wieder einigermaßen klar zu kommen. Ansonsten hat mit eine Malgruppe, Schreibseminare und viel Bewegung in der Natur geholfen. Aber fertig bin ich noch lange nicht. Viel Geduld ist gefragt.

 
Veröffentlicht : 25.10.2024 18:19
(@Anonym 28)
Beiträge: 252
 
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@grischka Ja, Geduld ist wirklich wichtig und der ganze Prozess ist Arbeit. Arbeit für und auch manchmal gegen sich selbst. Auch ich bin noch lange nicht am Ziel. Aber es ist erträglicher geworden und das ist alle Mühe wert.

 
Veröffentlicht : 25.10.2024 18:22
(@grischka)
Beiträge: 7
 
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... und ich habe einige Podcasts von Verena König gehört. Das fand ich ganz gut als Hintergrundwissen, was Trauma ist. Nur zu viel davon wurde irgendwann schwierig.

 
Veröffentlicht : 25.10.2024 18:26
(@sommer61)
Beiträge: 11
Themenstarter
 
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Wo ist der Podcast zu finden?

 
Veröffentlicht : 25.10.2024 18:29
(@grischka)
Beiträge: 7
 
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auf youtube

 
Veröffentlicht : 25.10.2024 18:30
(@sommer61)
Beiträge: 11
Themenstarter
 
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@grischka Herzlichen Dank.

 
Veröffentlicht : 25.10.2024 18:55
Vertuschung-beenden Official
(@vertuschung-beenden-official)
Beiträge: 272
 
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Hallo!

Wir haben 2 Podcastfolge zu dem Thema die vielleicht passen.

1. https://vertuschung-beenden.de/vb005-ueber-sexualisierte-gewalt-reden/

2. https://vertuschung-beenden.de/vb008-aufarbeitung/

 
Veröffentlicht : 27.10.2024 18:22
HeimschuleKind hat reagiert
(@Anonym 61)
Beiträge: 26
 
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@Vertuschung-beenden-official: Vielen Dank für euren Podcast! Gerade die Folge "über sexualisierte Gewalt reden" hat mir persönlich viel gebracht. Eure Differenziertheit hat mich in einigen Punkten zum Nachdenken angeregt.

 
Veröffentlicht : 27.10.2024 18:41
(@frank-werner)
Assistiertes Profil
Beiträge: 44
 
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Leider habe ich meine Traumen "Heimkindheit und sexueller Kindesmissbrauch" bis heute noch nicht verarbeitet. Vor 10 Jahren habe ich eine mehrjährige ambulante Psychotraumatherapie durchlaufen. Meine Therapeutin war aber primär damit beschäftigt, meine instabile psychische Verfassung zu stabilisieren, damit ich vor allem meinen beruflichen Alltag bewältigen konnte. Mit ihrer Hilfe ist es mir gelungen, mich vor einem drohenden "Burnout" in eine Vorruhestandsregelung zu retten. An den Kern vor allem meiner "sexuellen Kindesmissbrauchserfahrungen" sind wir im Rahmen der ambulanten Therapie nicht gekommen, da meine Therapeutin die Gefahr der "Retraumatisierung" als zu hoch eingeschätzt hatte. Hierfür hatte sie zwingend eine stationäre Therapie empfohlen, die ich bis heute allerdings noch gescheut habe. Meine Therapeutin ist zwischenzeitlich in Ruhestand gegangen und ich habe bislang keine neue Therapie begonnen. Innerhalb meiner Familie kennt nur meine Frau meine "traumatisierte Vorgeschichte", sprechen hierüber kann ich leider nicht mir ihr. Auch mich gegenüber der Öffentlichkeit zu outen fehlt mir bis heute die Kraft. Daher habe ich mich gefreut, dass sich Betroffene hier im Netzwerk offen über ihr Schicksal austauschen können.

 
Veröffentlicht : 02.03.2025 19:44
HeimschuleKind hat reagiert
BetroffenInBerlin
(@betroffeninberlin)
Beiträge: 26
 
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Hallo,

neben einer ambulanten Psychotherapie (half und hilft mir sehr, um im Alltag arbeitsfähig(etwa einmal monatlich) zu bleiben) und einer stationären Traumatherapie (steht bei mir in den nächsten Wochen an) gibt es noch die Möglichkeit einer tagesklinischen Behandlung (man geht also tagsüber für mehrere Stunden zur Therapie und ab dem Nachmittag ist man zu Hause und schläft auch zu Hause). Falls also ein wöchentlicher Psychotherapietermin nicht ausreicht, aber eine vollstationäre Behandlung (aus den verschiedensten Gründen) nicht möglich/gewollt ist, kann das eine Variante sein, die mit der eigenen Lebenssituation besser korrespondiert.

Als ich in der Schmerzklinik war, habe ich sowohl von der Musiktherapie als auch von der Kunsttherapie sehr profitiert. Im ambulanten Setting nutze ich nun die Kunsttherapie im Gruppensetting (etwa einmal monatlich) zur Bewältigung meiner Gewalterfahrung.

Im Alltag hat mir sehr geholfen, mich nach mehr als zwei Jahrzehnten endlich sukzessive meinem sozialen Umfeld mit meiner Geschichte anzuvertrauen, um dieses Päckchen nicht mehr ganz alleine tragen zu müssen. Reden, reden, reden - und v.a. gehört werden!

Da ich mir sehr den Austausch mit anderen Betroffenen wünsche, habe ich viel im Internet recherchiert, die Forums-Studie gelesen (harte Kost, aber irgendwie eben auch das Gefühl, nicht alleine zu sein), „Vertuschung beenden“ entdeckt und deren Podcast abonniert. Aber auch das stille Mitlesen der Beiträge hier auf BeNe ist meine Art der Vernetzung, solange es noch keine direkte Vernetzung für mich gibt.

Selbsthilfegruppen können sehr hilfreich sein. Ich bin seit einigen Wochen in einer SHG, wobei ich leider noch keine gefunden habe, die inhaltlich richtig passend ist.

Damit meine schweren Päckchen nicht meinen Alltag bestimmen, ist mir der Fokus auf meine Ressourcen wichtig. Damit ich nicht in einem Sumpf aus Verzweiflung und innerer Zerrissenheit untergehe, erinnere ich mich immer wieder selbst an meine ganz persönlichen Strategien, um die positive-Energie-Reserven wieder aufzufüllen: Musik hören, im Wohnzimmer tanzen (wahlweise mit Kopfhörern oder aber auch laut und dazu mitsingen), Klarinette spielen, schwimmen gehen, Fahrrad fahren, einen Espresso trinken, aufräumen (mein Prinzip innere Ruhe herzustellen durch das Schaffen äußerer Ordnung).

Sommer61 - ich wünsche Dir Kraft, um für Dich hilfreiche Strategien zu finden!

 
Veröffentlicht : 03.03.2025 11:36
HeimschuleKind hat reagiert
HeimschuleKind
(@heimschulekind)
Beiträge: 215
 
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@betroffeninberlin Danke für Deine offenen Hinweise und Erfahrungen.

Wir alle hoffen, dass es bald noch eine "direkte Vernetzung" für alle gibt, denn ich bin mir sicher aus den Erfahrungen Einzelner und dem direkten Austausch darüber, könnte eine neue Dynamik in die Aufarbeitung kommen, denn „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“

P. S.: Auch als Anregung für die Betroffenenvertreterinnen im BeFo oder den AGs, weil sie sich hier auch über die Last der Aufgaben und Verantwortung beklagt haben. Es gibt sicher eine Menge an Menschen, die Euch sehr konkret unterstützen würden, wenn man sie nur lässt. Einfach mal ausprobieren.

 
Veröffentlicht : 03.03.2025 12:00
Kea, Frank-Werner und BetroffenInBerlin haben reagiert
(@frank-werner)
Assistiertes Profil
Beiträge: 44
 
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@betroffeninberlin Danke für Deine offenen Worte mit guten Hinweisen. Beim Trauma "Heimkindheit" hat mir sehr geholfen, dass ich Mitglied im Verein für ehemalige Heimkinder war. Hier haben sich Betroffene mit gleichem Schicksal sehr gut austauschen können. Dieser bundesweit tätige Verein hat sich leider zwischenzeitlich aufgelöst. Diese Tatsache hat bei mir doch eine große Lücke hinsichtlich des fehlenden Austausches hinterlassen.

 
Veröffentlicht : 03.03.2025 18:40
HeimschuleKind hat reagiert